Handball Eine überzeugende Premiere

Gleich in seinem ersten Spiel für die SG gelingen Marvin Grun elf Tore – nach einem weiteren Spiel ist Schluss.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Seit einem Jahr zählt Marvin Grun zum Kader der SG Maulburg/Steinen, aufgrund der Corona-Pandemie bestritt der Hertener allerdings bislang nur zwei Spiele. Bei seinem Debüt im Oktober glänzte Grun und hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Von Fabian Schreiner

Grenzach-Wyhlen. Fast neun Monate sind vergangen, seitdem die SG Maulburg/Steinen in der Handball-Landesliga letztmals auf Punktejagd gehen konnte. Lediglich zwei Saisonspiele absolvierte die Spielgemeinschaft in der wegen des Coronavirus abgebrochenen Spielzeit.

Im Herbst soll die neue Runde wieder gestartet werden. Die Handballer können es kaum erwarten. Auch Marvin Grun nicht. Der Rechtsaußen kam vor der vergangenen Saison von den Regio Hummeln zur SG – und überzeugte prompt.

In seinem ersten Pflichtspiel gegen die SG Waldkirch/Denzlingen traf Grun gleich elfmal. Vor den Augen seiner stolzen Eltern reichte es letztlich aber nicht für Punkte. 28:29 hieß es am Ende aus Sicht der Gastgeber. „Die Freude über meine gute Leistung wurde zwar durch die Niederlage etwas gedrückt, aber das Gefühl war dennoch ein sehr schönes, da ich niemals gedacht habe, gleich in meinem ersten Spiel so viele Tore zu erzielen”, blickt der 24-Jährige zurück.

Den Zeitungsbericht rahmte sich Grun anschließend ein. „Dieses Spiel war mein bisheriges Karriere-Highlight”, macht er deutlich. „Zudem kam es noch nicht so oft vor, dass ich in der Zeitung war. Ein Ereignis, an das ich mich noch ewig erinnern werde.” Doch es war an diesem Tag nicht das einzige Erlebnis, dass Grun im Kopf geblieben ist. „Vor dem Spiel hielt unser Trainer André Leuchtmann eine bemerkenswerte Kabinenansprache. Das motivierte mich noch einmal zusätzlich. So etwas kannte ich zuvor noch nicht.“

Mit dem Spielertrainer der SG verbindet Grun ohnehin eine spezielle Beziehung. „Ich war schon vor drei, vier Jahren bei der SG im Probetraining. Damals hat ein Wechsel wegen meines Polizeistudiums in Villingen-Schwenningen nicht geklappt”, erklärt Grun und weiter: „Nach meinem ersten Training schrieb mir André, dass ihm mein Auftritt gefallen hat und das es ‘geil’ wäre, wenn ich bei der SG spielen würde.” So kam es schließlich auch, und Grun ist voll des Lobes für seinen Übungsleiter. „André ist ein sehr guter Trainer. Es ist nie leicht als Spielertrainer den Fokus sowohl auf das eigene als auch auf das Spiel der anderen zu legen. André bekommt das aber sehr gut hin.”

In der vergangenen Saison lief Grun mit der Nummer drei auf dem Rücken auf. Eigentlich trägt der Polizist aber die 13 – aus einem ganz bestimmten Grund. „Mein sportliches Vorbild in der Kindheit war immer Alex Frei, der unter anderem für Borussia Dortmund und den FC Basel Fußball spielte und eben die Nummer 13 hatte”, lässt Grun wissen, der gerne als Letzter in die Halle einläuft.

Bei der SG fühlte sich der Linkshänder auf Anhieb wie zuhause. „Wenn man einen Verein wechselt und neue Leute kennenlernt, ist das immer so eine Sache. Aber bei der SG hat das überraschend schnell funktioniert, denn in diesem Verein geht es sehr familiär zu. Jeder ist für den anderen da, man hilft sich sowohl sportlich als auch privat.”

Umso schwerer war die Zeit während der Pandemie ohne Handball. Durch digitale Meetings wurde der Kontakt im Team aufrechterhalten, zweimal die Woche brachte außerdem Jakob Tiedtke mit Kraft- und Cardioübungen die Mannschaft ins Schwitzen. Grun hielt sich darüber hinaus mit einem Trainingsprogramm von Freelethics fit und trainiert seit Kurzem am neu erbauten Calisthenic Park in Grenzach-Wyhlen.

Sein Ziel ist klar: In der kommenden Saison soll mit der SG Maulburg/Steinen der Klassenerhalt in der Landesliga eingetütet werden. Wenn, ja wenn Corona den Handballern nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

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