Handball Einseitiges Derby geht an Aufsteiger

Mateusz Palasz netzt immerhin siebenmal ein. Foto: Archiv

Neuenburg - Da ging nichts mehr: Die Luft war raus bei den Landesliga-Männern der HSG Dreiland im letzten Match der Saison. Das Derby ging am Ende klar mit 34:26 (14:9) an den Aufsteiger HG Müllheim/Neuenburg. Die Brüder Raphael und Jonas Dinse, die beiden schon das Trikot des ESV Weil trugen, bekamen die Gäste nicht in den Griff. Sie erzielten exakt die Hälfte der Treffer für ihre Farben.

In der Zähringerhalle I in Neuenburg war das Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften spätestens nach 33 Minuten entschieden. Den komfortablen Halbzeitvorsprung von 14:9 bauten die Hausherren schnell auf 16:9 aus und zogen damit den Gästen im Handumdrehen den Zahn. In der 44. Minute führte der Achte in der Schlussrangliste schon mit 26:16. Es sah alles nach einer echten Derby-Klatsche für die HSG aus, die am Ende als Siebter in die Wertung kam. Die Gäste betrieben zumindest etwas Schadensbegrenzung, konnten den Rückstand bis zum Ende noch ein wenig verkürzen.

Wer sich auf einen würzigen Derbyfight gefreut hatte, wurde enttäuscht. Es war eine einseitige Angelegenheit. Lediglich beim 3:2 führte die HSG ein einziges Mal.

„So darf man sich nicht präsentieren. Das war ein ganz schlechtes Beispiel. Da gibt es keine Ausreden. Ich muss mich bei unseren Fans entschuldigen“, fand Coach Igor Bojic deutliche Worte. Viel zu viele Missverständnisse und damit Einladungen zu Tempogegenstößen der Gastgeber prägten die Begegnung. „Wir haben undiszipliniert agiert“, meinte Bojic.

Bereits die Anfangsphase lief alles andere als perfekt für die HSG. „Wir haben gut in der Abwehr gestanden, doch die Abpraller landeten immer beim Gegner“, blickte der Kroate zurück. „Vier in den ersten 20 Minuten.“ Das habe seine Mannschaft wohl demotiviert. „Das Selbstvertrauen war danach im Eimer.“ Das Saisonende komme gerade zur rechten Zeit. „Die Jungs sind platt.“

Tore für HSG Dreiland: Palasz 7/1, Hopp 2, Bödeker 1, Knössel 2, Welte 3/2, Ludwig 3, Müller 3, Schamberger 2, Besemann 1, Pit Weber.

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