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Handball HSG behält die Oberhand

Mirko Bähr
HSG-Rückraumspieler Jan Knössel ist nicht zu bremsen. Foto: Grant Hubbs

In der Landesliga Süd der Männer hat die HSG Dreiland das Derby gegen die SG Maulburg/Steinen mit 33:28 gewonnen und damit zwei wichtige Zähler im Abstiegskampf eingefahren.

Dementsprechend groß war auch die Freude im Lager der Gastgeber über den Derbysieg.

HSG Dreiland – SG Maulburg/Steinen 33:28 (17:14). – Es war das erwartet heiße Derby in der Brombacher Sporthalle. Vor gut 600 Zuschauern stand der Kampf und nicht die feine Klinge im Mittelpunkt. Die Hausherren durften sich am Ende nicht nur über den Erfolg im Nachbarschaftsduell, sondern auch über zwei sehr bedeutende Punkte im Kampf um den Klassenerhalt freuen.

Entscheidenden Anteil daran hatte HSG-Keeper Lukas Krauth, der einen Sahnetag erwischte und die gegnerischen Akteure mit seinen Paraden und Reflexen schier zur Verzweiflung trieb. Aber auch die Einstellung der HSG-Equipe stimmte diesmal von Beginn an. „Wir waren in der Abwehr so aggressiv wie schon lange nicht mehr“, lobte Trainer Markus Schönmüller.

Das Spiel wurde mit harten Bandagen geführt. Jeweils sechs Zeitstrafen auf beiden Seiten wurden am Ende notiert. „Derby eben“, ließ nach der Partie SG-Spielertrainer André Leuchtmann wissen, der in der zweiten Halbzeit immer wieder im Eins-gegen-Eins versuchte, seine Mannschaft im Spiel zu halten. Das gelang nur teilweise, kräfteraubend war das aber auf alle Fälle.

„Uns sind die Körner ausgegangen“, meinte Leuchtmann, dessen stark dezimierter Kader im Laufe der zweiten Hälfte zwar nochmals auf zwei Tore herankam, dann aber Federn lassen musste. „Es ist einfach auch eine mentale Geschichte, wenn man immer hinterherrennt und dann die Chancen nicht reinmacht.“

Für Leuchtmann war das einer der Hauptgründe für die Derbyniederlage. „Wir haben zu wenig Chancen kreiert und die wenigen dann auch nicht gut verwertet.“ Das lag allen voran an der kompromisslosen Deckung und einem entfesselt aufspielenden Lukas Krauth im Gastgeber-Tor. Dieser hatte nach 23 Minuten erst acht Gegentore hinnehmen müssen.

Nach 27 Minuten führte die HSG schon mit 16:10, was vor allem auch Tobias Ludwig zu verdanken war, der aus dem linken Rückraum immer wieder den Ball in den Maschen versenkte. „Wir haben zu körperlos agiert“, befand Leuchtmann.

„Ein paar dumme Fouls“ sah sein Gegenüber Markus Schönmüller indes, die dann nicht nur zu unnötigen Zwei-Minuten-Strafen führten, sondern auch dafür, dass die SG teilweise in zweifacher Überzahl immer wieder etwas verkürzen konnte.

Die HSG führte bis auf die Anfangsphase kontinuierlich mit drei, vier Toren. Und doch steckte die SG nie den Kopf in den Sand, und in der 51. Minute war beim Anschlusstreffer zum 26:28 der Gast wieder zurück in der Partie. Schönmüller nahm aber direkt ein Timeout und stellte seine Schützlinge neu ein. Mit Erfolg. Der HSG gelangen dann fünf Treffer in Folge, was natürlich die Vorentscheidung bedeutete.

Der Jubel bei den Hausherren war groß. „Wir haben es weiterhin selbst in der Hand, das war uns wichtig“, freute sich Schönmüller.

Überschattet wurde das Derby von einer Rückenverletzung von Mika Bülow, der noch während der Partie ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Tore für HSG Dreiland: Hopp 1, Ulrich 4, Knössel 9/2, Maraj 3, Willmann 1, Ludwig 10, Sain 1, P. Müller 2, Schamberger 2.

Tore für SG Maulburg/Steinen: Knoblich 2, Grun 2/2, Füchsle 4, Waidele 1/1, Bülow 1, Fandry 4, Leuchtmann 5, Winkelbeiner 7, Ahrens 2/1.

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