Handball HSG lässt stark nach

Nur gut 20 Minuten haben Finja Knössel (r.) und Svenja Friedlin (l.) von der HSG Dreiland in der Abwehr so kraftvoll zugepackt. Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Von Mirko Bähr

Lörrach. Was das Ergebnis angeht, dann ist die HSG Dreiland perfekt ins neue Sportjahr gestartet. In der Südbadenliga der Frauen schlug nach 60 Minuten gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach II ein 31:25 (17:9)-Sieg in der Wintersbuckhalle in Lörrach zu Buche. So richtig zufrieden mit dem Auftritt seiner Mädels war Coach Christian Weber indes nicht.

Der Grund: Nach einer fulminanten Anfangsphase und einer komfortablen Führung kam nicht mehr viel. Nach 19 Minuten führte die HSG mit 15:2. Wie stark sich die Abwehr präsentierte, unterstreicht die Tatsache, dass die Gäste beide Treffer vom Siebenmeterstrich erzielten. Aus dem Spiel heraus war bis dahin nichts zu machen, während Dreiland seine Chancen konsequent nutzte.

„Wir haben alles richtig gemacht. Das war eine tolle Verteidigung, und auch im Angriff haben wir genau das gemacht, was wir uns vorgenommen haben“, sagt Weber. Dann aber verfinstert sich seine Miene. „Ich weiß, dass es nicht einfach ist, die Spannung nicht zu verlieren. Doch klar ist auch, dass es so nicht funktioniert. Wir spielen Südbadenliga und nicht Kreisklasse.“

Mit der deutlichen Führung im Rücken wurde die HSG zu nachlässig, Pässe kamen nicht an, zu schnell wurden die Angriffe abgeschlossen. „Es ist niemand mehr in die Tiefe gegangen“, sagt Weber. Auch in der Abwehr fehlte der nötige Biss. Anspiele an den Kreis wurden kaum einmal unterbunden. So holte der Gast immer mehr auf. Beim Stand von 28:23 vier Minuten vor dem Ende nahm Weber vorsorglich nochmals eine Auszeit. Hätte Ena Brisevac im HSG-Kasten in den entscheidenden Momenten nicht so hervorragend pariert, wäre es womöglich nochmals eng geworden.

„Schön, dass wir gewonnen haben, aber wir haben am Dienstag Redebedarf. So können wir uns am kommenden Wochenende beim Tabellenzweiten nicht präsentieren“, macht Weber klar, dessen Team in der Tabelle mit dem Sieg auf Rang vier geklettert ist. Aber Vorsicht: Der Vorsprung auf den Vorletzten beträgt dabei lediglich vier Zähler in dieser äußerst ausgeglichenen Spielklasse.

Tore für HSG Dreiland: Knössel 5, Winzer 5, Tepel 6, Wollschläger 2, Herzog 3, Bojic 5, Trefzer 1, Darius 2, Friedlin 2.

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