Handball HSG trifft auf unangenehmen Gegner

Christian Weber strebt mit der HSG Dreiland den Klassenerhalt an, ehe er dann sein Traineramt abgibt. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Lörrach. Früher als für die anderen Teams der Frauen-Südbadenliga geht es für die HSG Dreiland wieder um Zählbares. Gleich nach der Weihnachtspause geht es vor heimischer Kulisse in Lörrach gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach II. Es ist gleichzeitig auch der Beginn der Abschiedstour von Coach Christian Weber, der nach der Runde sein Amt zur Verfügung stellt. Mit ihm hat sich unser Sportredakteur Mirko Bähr unterhalten.

Frage: Herr Weber, ist die Weihnachtsgans verdaut? Es geht ja schon wieder in die Vollen.

Ja, es geht wieder los. Und gleich kommt mit Kappelwindeck/Steinbach II ein ganz unangenehmer Gegner auf uns zu.

Frage: Unangenehm, warum?

Der Gegner ist sehr spielstark und darf einen sehr starken, flexiblen Rückraum sein Eigen nennen.

Frage: Es ist ein Duell zweier Tabellennachbarn. Wobei es für ihr Team vor der Pause alles andere als rund gelaufen ist, oder?

Das ist wahr. Wir sind Ende Dezember leider aus dem Tritt geraten. Sowohl in Ottersweier beim 22:24 als auch beim 29:31 in Kuppenheim hätten wir definitiv gewinnen müssen. Ohne Wenn und Aber. Allerdings hatten wir in beiden Spielen einfach zu wenig Personal zur Verfügung. Das ist mehr als ärgerlich, und ehrlicherweise ich habe die beiden Pleiten bis heute noch nicht so recht verdaut.

Frage: Höchste Zeit also, um es wieder besser zu machen?

Jetzt müssen wir ausgerechnet gegen Kappelwindeck die Wende schaffen. Dieser Gegner bereitet mir seit Jahren Kopfzerbrechen. Ständig wechselnde Kader, dazu viele junge Talente, die auch in der 3. Bundesliga spielen. Da kann man sich nur schwer darauf vorbereiten.

Frage: Wie sieht es denn diesmal mit dem Personal aus?

Ana Bojic und Nathalie Herzog kehren nach Verletzungen wieder zurück ins Team. Allerdings muss man abwarten, ob sie wirklich schon bei 100 Prozent sind.

Frage: Wie wichtig wäre es, mit einem Erfolg ins neue Jahr zu starten?

Wer die Tabelle im Blick hat, der weiß, dass wir dringend Punkte brauchen. Die ausgeglichene Liga lässt keine Ausrutscher zu. Das oberste Ziel für die Rückrunde ist für uns der Klassenerhalt. Wir wollten in der Tabelle weiter vorne landen, aber dafür ist unser Kader wohl zu klein.

Frage: Sie selbst werden mit dem Ende der Saison als Trainer den Hut nehmen.

Das ist richtig. Ich bin seit Ende 2013 Trainer der Mädels. Und da muss man auch mal ehrlich sein: Irgendwann ist es einfach mal gut. Die Mannschaft braucht neue Impulse, neue Herausforderungen und soll sich vor einem neuen Trainer neu beweisen müssen.

Frage: Welche Aufgaben warten auf den Neuen oder die Neue?

Der Umbruch im Kader hat begonnen, muss aber noch weitergehen. Die eine oder andere Akteurin aus der zweiten Mannschaft oder von den A-Mädchen sollte im Kader der Ersten integriert werden. Umbruch heißt Veränderung, und die muss nun auch auf der Trainerbank erfolgen. Ich gebe bis zum letzten Spiel alles, damit die Mannschaft auch künftig in der Südbadenliga spielen wird.

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