Handball Keine Punkte in Leipzig, dafür bleibt Czok

Nadine Czok (Nummer 17) wird auch künftig für die HSG Freiburg den Abschluss suchen.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Leipzig (mib/pd). Die schlechte Nachricht: Die Red Sparrows der HSG Freiburg haben am 22. Spieltag der 2. Handball Bundesliga der Frauen das Auswärtsspiel beim Tabellensechsten HC Leipzig mit 23:29 verloren und stehen weiterhin auf dem letzten Tabellenrang. Die gute: Nadine Czok, die beim TV Brombach das Handball-ABC erlernte, hält dem Verein auch bei einem Abstieg die Treue.

Die 23-jährige Halblinke hat trotz Verletzung schon 72-mal für die HSG getroffen und rangiert damit teamintern auf Platz zwei. Sie fehlt derzeit aufgrund ihrer Schulterverletzung natürlich an allen Ecken und Enden. Physiotherapie statt Training in der Halle heißt es derzeit. „Wir machen tolle Fortschritte“, lässt sie indes wissen. Derweil hat sie sich entschieden, trotz anderer Offerten weiterhin ins Red Sparrows-Trikot zu schlüpfen. „Ich war ziemlich hin- und hergerissen und war eine der Letzten, die zugesagt hat“, sagt Czok. Ein gewichtiger Grund, dass sie in Freiburg bleibt, ist Igor Bojic. „Wir haben miteinander gesprochen und ich weiß, dass Igor ein guter Trainer ist. Ich will ihm diese Chance geben“, erklärt Czok, der es zudem in Freiburg gefällt. Dort arbeitet und lebt sie. „Ich will auch nur ungern hier weg, weil ich ja auch ein Familienmensch bin und meine Eltern gerne in meiner Nähe habe.“

Bei der HSG freut man sich natürlich über ihren Verbleib: „Nadine ist für ihre 23 Jahre unglaublich erfahren und für uns auf der Königsposition Halblinks nicht zu ersetzen“, teilt die sportliche Leiterin Gisela Schoritz mit.

Zurück zum Spiel in Leipzig: Die Kräfteverhältnisse waren vor dem Match klar verteilt und spiegelten sich im Spielverlauf auch wider. Die Gastgeberinnen gingen bereits nach 38 Sekunden durch einen Treffer von Julia Weise in Führung und sollten diese bis zum Schluss nicht mehr abgeben. Innerhalb von acht Minuten setzte sich Leipzig auf 7:2 ab, ehe Gäste-Coach Ralf Wiggenhauser sein erstes Timeout nahm: „Wir sind in der Abwehr nicht gut ins Spiel gekommen und haben vorne zwei, drei freie Würfe liegen lassen. Danach war der Rest der ersten Halbzeit eigentlich ganz gut.“ Die Freiburgerinnen kamen besser ins Spiel, konnten bis zur Pause den Rückstand auf 11:15 nur leicht verkürzen.

Gegen Ende ließen dann die Kräfte nach. Das lag neben der langen Saison auch am immer dünner werdenden Kader. Neben den Langzeitverletzten Nadine Czok, Jessica Peter, Kim Schmitt und Lena Wiggenhauser musste Freiburg diesmal auch auf Luciana Villavicencio, Kathrin Disch und Maja Zeides verzichten. Während Disch und Villavicencio vermutlich nicht lange fehlen werden, wird Zeides auf Grund einer Operation am Knie für den Rest der Saison ausfallen.

Beste HSG-Werferin des Abends war Simone Falk mit sechs Toren, gefolgt von Marie Lipps mit fünf Treffern.

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