Handball Keine Terminhatz, gekürzte Runden

Dreiland-Handballer Lucas Hopp trifft in der Landesliga-Vorrunde auf die SG Maulburg/Steinen und den TV Todtnau. Foto: Die Oberbadische

Das Präsidium des Südbadischen Handballverbandes hat nun auf die Corona-Krise reagiert, und die Klubs haben voll mitgezogen. So wurde jüngst in einer Telefonkonferenz der Terminhatz in Zeiten von Corona ein Riegel vorgeschoben. Einstimmig wurde in Abstimmung mit den Klubs in den Ligen auf Verbands- und Bezirksebne eine verkürzte Runde 2020/21 beschlossen.

Von Uli Nodler

Freiburg. Mit dieser Lösung gibt es zwar weniger Spiele in der Runde 2020/2021, dafür aber zwei Saisonhöhepunkte: Das Ende der Vorrunde und das Ende der Hauptrunde. Zudem ist bei diesem Modell mehr Flexibilität vorhanden, die Runde bei einem erneuten Ausbruch der Pandemie zu unterbrechen, ohne dass die Spielzeit bis in den Sommer 2021 ausgedehnt oder dass wieder auf eine andere Regelung zurückgegriffen werden müsste. Die SHV-Verantwortlichen planen nun einen Saisonbeginn am 3./4. Oktober.

Keine Auf- und Abstiegsrelegation

Die überwiegende Mehrheit der Vereine hat für eine Verkürzung gestimmt. Lediglich in der Männer-Landesliga Nord fiel das Ergebnis zu Gunsten einer Verkürzung mit 7:5 knapp aus.

Das bedeutet nun aus Oberrhein-Sicht beispielsweise für die Frauen-Südbadenliga und Männer-Landesliga Süd: Beide Spielklassen teilen sich in der Vorrunde in je zwei regional eingeteilte Gruppen (siehe INFO-Artikel auf dieser Seite). Jede Mannschaft spielt zuerst in Hin- und Rückspiel gegen die anderen Mannschaften in der Gruppe. Die Teams der oberen Tabellenhälfte qualifizieren sich dann für die Meisterrunde, die Mannschaften der unteren Tabellenhälfte für die Platzierungsrunde. In dieser End- und Abstiegsrunde spielen die Mannschaften wiederum in Hin- und Rückspiel dann nur noch gegen die Teams aus der anderen Gruppe. Zudem werden die Ergebnisse aus der Vorrunde mitgenommen.

Bei der Südbadenliga der Frauen wurden als Kriterien der Gruppeneinteilung die Leistungsstärke auf der Grundlage der vergangenen Runde und der Faktor Fahrzeit berücksichtigt. In der Landesliga Süd wurden die beiden Gruppen ausschließlich nach geografischen Gesichtspunkten eingeteilt.

Das Präsidium folgte mit dem Beschluss dem Antrag der Technischen Kommission. Die operative Vorarbeit zu dieser Vorlage stammt aus einer Arbeitsgruppe aus den Spieltechnikern von Verband und Bezirken sowie Bezirksvorsitzenden. Deren Ergebnis war den Vereinen zur Abstimmung vorgelegt worden. Die Vereine konnten ihr Votum je Spielklasse, in der sie spielen, abgeben und haben dies auch zu 100 Prozent genutzt.

Nach dem Ende der Spielrunde 2020/2021 werden die Spielklassen auf ihre Soll-Stärke zurückgeführt. Dies führt zu einer erhöhten Anzahl von Absteigern und wird auch dazu führen, dass es keine Relegation nach oben oder unten geben wird.

Im nächsten Schritt werden die Vereine mit den Rahmenterminplänen versorgt, damit die Hallenreservierung erfolgen kann. Die Spielplaner der Bezirke arbeiten parallel an den Terminplänen für die Bezirke.

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