Handball Lockerheit als Derby-Rezept

Hart, aber durchaus auch herzlich: Das Derby zwischen der HSG Dreiland und Maulburg/Steinen steht wieder an. Foto: M. Bähr Foto: Die Oberbadische

Derbyzeit in der Wintersbuckhalle: Die beiden Landesliga-Nachbarn treffen aufeinander. Das Hinspiel war ein echtes Auf und Ab mit vielen Emotionen und am Ende ohne Sieger. Kann jetzt jemand jubeln, wenn die HSG Dreiland und die SG Maulburg/Steinen aufeinandertreffen?

Von Mirko Bähr

Lörrach. Auf dem Papier ist die Favoritenrolle klar verteilt. Sie liegt bei den Gastgebern. Der Gast hat die Rote Laterne inne und konnte in 16 Partien erst zweimal jubeln. Trübsal geblasen wird bei der SG deswegen aber nicht. Schon gar nicht vor dem Derby. „Wir freuen uns sehr auf das Spiel, sind ganz entspannt und haben nichts zu verlieren“, lässt SG-Coach Frank Andris wissen. „Die HSG wird alles versuchen, um das Remis der Vorrunde als einen Ausrutscher aussehen zu lassen, und wir werden alles geben, um zu zeigen, dass es eben keiner war.“

Für den Tabellensechsten ist der Zug nach ganz vorne spätestens nach der knappen Ringsheim-Pleite abgefahren. So viele Siege wie möglich wollen Coach Igor Bojic und seine Truppe aber natürlich weiter einfahren. In erster Linie natürlich im Derby. „Ich freue mich. Es wird wieder Zeit. Wir haben in dieser Saison noch kein Nachbarduell verloren, und das soll so bleiben“, macht Bojic klar. Man habe richtig Lust auf das Derby. „Die Jungs werden motiviert sein. Aber sie müssen auch mit dem Kopf bei der Sache sein, sonst wird es nichts.“

„Wir schauen nicht auf die Tabelle, so lange wir nicht siegen. Das macht keinen Sinn. Wir wollen die Landesliga genießen, eine gewisse Lockerheit an den Tag legen“, meint sein Gegenüber Andris. Das gelte auch für das Duell der Nachbarn, die sich erst kürzlich in einem Testspiel gegenüberstanden. „Die Jungs kennen sich alle, die Stimmung unter den beiden Teams ist gut, auch wenn natürlich jeder dieses Duell für sich entscheiden möchte“, sagt Andris. Auch das emotionale und spannungsgeladene Hinspiel sei bei allem sportlichen Ehrgeiz keinesfalls ruppig gewesen.

Respekt vor dem Gegner hat auch Bojic. „Sie haben mit André Leuchtmann einen der besten Spieler der Liga in ihren Reihen. Ich habe viele Spiele der SG gesehen. Oft haben sie nur knapp und unglücklich verloren. Sie ist nicht so schlecht, wie es der Tabellenstand aussagt“, lässt der HSG-Trainer wissen. Indes verfüge man selbst über genügend Selbstvertrauen, um zu zeigen, dass man das bessere Team sei.

Personell muss Andris weiterhin auf zwei wichtige Stützen verzichten. Weder Manuel Fritz noch Dominik Hess können im Derby auf die Platte gehen. Positiv sei, dass junge Spieler wie Mika Bülow oder Nico Knoblich einen Schritt nach vorn gemacht hätten und „konstant gut“ ihren Job erledigen würden.

Bei der HSG kränkeln einige Akteure und setzten mit dem Training aus. „Ich hoffe auf Besserung. Im Derby müssen einfach alle die Zähne zusammenbeißen."

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