Handball Nach der Pause läuft es

Tun sich in den ersten 30 Minuten schwer: Niklas Weber (M.) und die HSG. Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Die Manndeckung für den wurfgewaltigen Shooter der Gäste nach der Pause hat der HSG Dreiland zwei weitere Zähler und den erneuten Derbysieg gegen die HG Müllheim/Neuenburg gebracht. Das 32:29 (17:18) geht vollends in Ordnung. Die Hausherren hatten mehr spielerische Lösungen parat.

Von Mirko Bähr

Weil am Rhein. Was gar nicht passte, das war die Defensivarbeit in Durchgang eins. Raphael Dinse, der beste Mann im Trikot der Gäste, bekamen die Weiler einfach nicht in den Griff. Der Ex-Weiler wurde nicht vom Torwurf abgehalten, was dieser mit Abschlüssen zumeist ins kurze Eck bestrafte. Die HSG lief in Durchgang eins somit ständig hinterher. Mit einem 17:18-Rückstand ging es in die Pause.

Dort fand Coach Igor Bojic die richtigen Worte und den dringend benötigten Schlüssel, um die Torerfolge Dinses einzudämmen. Mateusz Palasz und Yannick Sain bekamen den Auftrag, Dinse mit einer Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen. Dieser taktische Schachzug ging auf. Die HG hatte nun Mühe, freie Würfe herauszuspielen und schließlich auch den eingewechselten Daniel Kavur im Kasten zu bezwingen.

Die HSG-Abwehr stand nun auch deutlich besser. Das führte zur ersten Führung in dieser Partie nach 33 Minuten. Die Hausherren, die in der Offensive immer wieder mit schönen Spielzügen und tadellosen Zuspielen an den Kreis glänzten, hatten nun die Zügel in der Hand. Auch die Hinausstellung Jan Knössels nach der dritten Zeitstrafe brachte die Dreiländer nicht mehr aus dem Tritt. Das 29:24 nach 46 Minuten und die Rote Karte gegen Sven Rapp zwei Minuten später, als er zu ungestüm gegen Kevin Welte agierte, waren so etwas wie die Vorentscheidung. Zwar kam die HG nochmals heran, doch die Bojic-Equipe ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

„Wir wollten im Kollektiv Raphael Dinse stoppen, das ist uns nicht gelungen. Nach der Umstellung wurde es besser, die HG konnte dann nur noch elfmal treffen. Wir waren nicht immer konzentriert, das hat uns aber heute keine Punkte gekostet“, resümierte Bojic.

Tore für HSG: Palasz 3, Hopp 2, Bödeker 5, Knössel 5, Welte 8/3, Niklas Weber 2, Müller 1, Schamberger 3, Pit Weber 3.

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