Handball Neue Gesichter, neuer Schwung?

Neu beim RTV: Jonas Dell (l.) und Srdjan Predragovic. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Basel (pd/mib). Die Verantwortlichen des RTV Basel haben auf die sportliche Misere reagiert und vor dem 16. Spieltag zwei neue Spieler für das Nationalliga A-Team aus dem Hut gezaubert. Vor dem Match gegen den BSV Bern verpflichtete der Verein Jonas Dell und Srdjan Predragovic, die zuletzt in der Bundesliga aktiv waren.

Und die Maßnahme sollte sich zumindest im ersten Spiel ausbezahlen. Der RTV feierte mit dem 36:33 den ersten Saisonsieg und überzeugte dabei als offensivstarkes Team. Die beiden neuen Akteure feierten einen gelungenen Einstand. „Sie verleihen dem RTV ohne Zweifel mehr Qualität und Stabilität“, heißt es in einer Pressemitteilung des Klubs. Predragovic erzielte neun Treffer. „Mit ihm wird das RTV-Angriffsspiel noch variantenreicher.“

Ein weiterer Hoffnungsschwimmer war, dass erstmals in dieser Saison Kapitän Igor Stamenov zum Einsatz kam. Er und viele andere RTV-Cracks schlugen oder schlagen sich mit Verletzungen herum. Linkshänder Luca Engler wird nach seiner Knöchelverletzung erst im Januar wieder zurückkehren, Jungtalent Gian Attenhofer weist Knieprobleme auf, Kreislaufer Christian Skusa (Rücken) ist nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Spielmacher Tibor Jurjevic, Abwehrchef Dennis Krause sowie Yannick Ebi, Björn Buob und Silas Steiner laborieren regelmäßig an Verletzungen.

Diese Verletzungsmisere sei auch der Grund, warum der RTV die rote Laterne des Tabellenletzten trägt. „Nun gilt es, die Negativspirale zu stoppen.“ Mithelfen sollen dabei der Deutsche Jonas Dell (21), seines Zeichens Kreisläufer und Aufbauspieler, der zuletzt beim Bergischen HC aktiv war, und Srdjan Predragovic, der 25-jährige Nationalspieler von Bosnien und Herzegowina, der als Aufbauspieler zuletzt das Trikot von FrischAuf! Göppingen trug.

Geht damit ein Strategiewechsel beim RTV einher? So hatte sich Basel doch zum Ziel gesetzt, künftig primär auf die besten jungen Spieler aus der Region zu setzen. Sie sollten von wenigen ausländischen Spielern unterstützt und getragen werden, die mitunter als Vorbilder dienen sollten. „Die Klubleitung ist nach wie vor davon überzeugt, dass nur diese Strategie nachhaltig Erfolg und Stabilität im Schweizer Spitzenhandball bringen kann. Gleichzeitig war jedoch von Anfang an klar, dass dieser Weg steinig wird und durchaus risikobehaftet ist“, heißt es von Seiten des Vereins.

Ein Abstieg würde die geschilderte und gewählte Strategie obsolet machen, da im Falle eines Abstiegs die zahlreichen jungen, talentierten Spieler wohl zu einem NLA-Klub wechseln und dem RTV aus sportlichen Gründen den Rücken kehren würden. „Vor diesem Hintergrund und auf Grund des enormen Verletzungspechs wurden nun diese Transfers getätigt. An der Strategie ändert dies indes gar nichts.“

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