Handball Remis hilft keinem so richtig

Michael Hundt

Am Ende wussten die Herren der HSG Dreiland nicht so richtig, ob sie sich freuen sollten oder sich lieber frustriert in eine Ecke der Markgräflerhalle verdrücken sollten. Gegen die Mannschaft des TV St. Georgen stand am Ende ein 19:19 auf der Anzeigentafel.

Von Michael Hundt

Weil am Rhein. Es ist ein Unentschieden, das keiner Mannschaft für die Aufstiegsambitionen hilfreich ist. Entsprechend geknickt waren sowohl die Hausherren als auch die Gäste aus dem Schwarzwald. Allerdings hatten auch alle Beteiligten die Gewissheit, in der voll besetzten Markgrafenhalle in Weil ein spannendes, abwechslungsreiches und vor allem auf sportlich hohem Niveau stehendes Spiel abgeliefert zu haben. „Es war für Zuschauer wirklich ein geiles Handballspiel. Aber für uns war es einfach nur bitter“; lautetet das Fazit von Teamsprecher Nils Haunschild.

Von Beginn an schenkten sich die beiden Kontrahenten am Samstagabend nichts. Die Hausherren erwischten den besseren Start, konnten sich aber nie mehr als zwei Treffer vom Gegner absetzen. Die Abwehr der HSG stand, drei der neuen Gästetreffer in der ersten Halbzeit fielen per Siebenmeter. Ansonsten ließ die Defensive nur wenig zu. Doch in der Offensive riss ab der 22. Minute plötzlich der Faden für die Gastgeber. Technische Fehler, Fehlwürfe, überhastete Abschlüsse prägten das Spiel der HSG. Dies nutzten die St. Georgener clever aus, führten zur Halbzeit mit 9:7. Und die Führung hätte durchaus höher sein können, wenn da nicht Lukas Krauth im Tor der HSG die gegnerischen Angreifer mit seinen Paraden hier und da zur Verzweiflung gebracht hätte.

Ein Bild, das sich auch in der zweiten Halbzeit nicht veränderte. Die Partie wogte hin und her, mit dem Unterschied, dass die HSG Dreiland in der Schlussphase die Nase vorne hatte.

Doch in den letzten zwei Minuten stellten die Gäste auf eine offene Manndeckung um. Damit kamen die HSGler so gar nicht zu recht und mussten prompt zwei Treffer hinnehmen. In den letzten 20 Sekunden blieben dann drei Würfe der HSG-Angreifer in den Armen der St. Georgener Abwehr hängen. „Es ist einfach ärgerlich. Wir haben wieder so viele Fehlwürfe gehabt“, ärgerte sich Haunschild. „Wenn wir unsere Chancen besser verwertet hätten, hätten wir heute zwei Punkte geholt“, haderte der Teamsprecher auch mit sich selbst.

Im Kampf um den ersten Tabellenplatz bedeutet das Remis für die HSG allerdings einen kleinen Rückschlag. Denn, wie es zu erwarten war, verlor die SG Müllheim/Neuenburg gegen den Tabellenführer TuS Steißlingen II mit 22:27. Somit ist für die Dreiland-Handballer zunächst ein Sieg beim Auswärtsspiel gegen den TuS Steißlingen II als auch ein Erfolg im letzten Sasionspiel bei der SG Schenkenzell/Schiltach erforderlich. „Jetzt müssen wir halt die nächsten beiden Spiele gewinnen“, gibt Haunschild die sportliche Marschroute aus.

Einen Anteil an der guten Stimmung in der Halle hatten auch die Fans aus St. Georgen. Denn diese waren mit einem Bus angereist, um ihr Team lautstark zu unterstützen. Den gleichen Plan hat die HSG Dreiland auch für das Spiel in Steißlingen. Für das entscheidende Spiel sollen am kommenden Samstag so viele Fans wie möglich mit in die Bodenseeregion fahren.

Das letzte Heimspiel nutzen die Verantwortlichen der HSG Dreiland auch, um die in dieser Saison erfolgreichen Nachwuchsmannschaften für ihre Erfolge zu beglückwünschen.

Tore für die HSG Dreiland: Weber 4, Knössel 4, Welte 3, Hopp 3, Haunschild 2, Müller 1, Maraj 1.

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