Handball Überraschung bleibt aus

Leonie Hartl von der HSG Freiburg. Foto: zVg/Wendling

Freiburg (pd/mib). Trotz einer couragierten Leistung haben die Red Sparrows gegen den Tabellenzweiten Füchse Berlin die Überraschung verpasst. Die abstiegsbedrohten Freiburgerinnen um Rebecca Dürr verloren am 21. Spieltag der 2. Bundesliga mit 20:25 (11:13).

Wenn der Tabellenletzte und der Tabellenzweite aufeinandertreffen, ist die Favoritenrolle eigentlich klar verteilt. Und auch die schwache Leistung bei der 19:33-Auswärtsniederlage in Lintfort sorgte nicht gerade für eine hoffnungsvolle Prognose. Doch am Ende konnten die HSG-Frauen durchaus zufrieden sein. Denn: Gegen die „Spreefüxxe“ blieben die Red Sparrows bis zum Ende des Spiels in Schlagdistanz und hielten die Partie sehr lange offen.

Der Schlüssel dafür war vor allem die starke Leistung in der Defensive, die die Berlinerinnen immer wieder entschlossen stoppen konnte. Torhüterin Svenja Wunsch, zeigte mit elf Paraden zudem eine ihrer besten Saisonleistungen. Der starken Abwehr stand die mit 20 Toren eher harmlose Freiburger Offensive entgegen. Einzige Ausnahme: Simone Falk. Normalerweise auf Linksaußen agierend, war sie auf ungewohnter Position als Rechtsaußen aufgestellt und spielte frech auf. Mit sieben Toren war sie die beste Werferin des Abends und zeigte dazu vom Siebenmeter starke Nerven. Bestes Beispiel: Ihr Siebenmeter in der 50. Minute, der zum 19:20-Anschlusstreffer führte. Ein Dreher, welcher an den Füßen der Torhüterin vorbei ins Netz flog.

Obwohl die HSG damit auf ein Tor herankam, gelang es ihr in der Schlussphase jedoch nicht, das Spiel auszugleichen. Eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe gegen Christiane Baum nutzten die Füchse Berlin eiskalt aus, trafen zwei Mal ins leere Tor der Red Sparrows. Am Ende verlor die Mannschaft von Trainer Ralf Wiggenhauser trotz eines sehr couragierten Auftritts mit 20:25.

„Es war ein sehr gutes Spiel von uns, welches mit Sicherheit nicht mit fünf Toren Unterscheid hätte ausgehen dürfen. Wir haben gegen einen individuell starken Gegner eine sehr gute Leistung gezeigt, und es war bis kurz vor Schluss spannend. Insgesamt einfach eine sehr ansprechende Leistung, vor allem in der Abwehr“, fasste Wiggenhauser das Spiel zusammen und fügte hinzu: „Es ist halt dann die Frage, warum wir gegen die Topteams immer so spielen und diese Leistung nicht gegen die Mannschaften bringen, die in unserer Tabellenregion unterwegs sind.“

Nach acht Spielen am Stück ist nun erst einmal eine Pause über das Osterwochenende angesagt, ehe die Red Sparrows am 10. April auswärts auf den HC Leipzig treffen.

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