Handball Zu gemächlich, zu statisch im Aufbau

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Allensbach (pd). „Defense wins Championships“ - glaubt man diesem geflügelten Satz aus dem US-Sport hat die HSG Freiburg Red Sparrows mit Chefcoach Igor Bojic trotz der 18:22-Niederlage beim SV Allensbach noch alle Trümpfe im Aufstiegsrennen in die zweite Bundesliga in der Hand.

Eindrucksvoll gelang es den Red Sparrows, der besten Angriffsreihe aus der Staffel F (31 Tore pro Spiel) nur 22 Tore zu gestatten. Jedoch waren auch die Handballerinnen vom Bodensee defensiv top eingestellt und waren mit 18 Gegentoren noch besser als die Freiburgerinnen, sodass nach 60 Spielminuten eine 18:22-Auswärtsniederlage für die Breisgauerinnen auf der Anzeigetafel der Riesenberghalle aufleuchtete.

Das sich ein torarmes Spiel entwickeln würde, war den Zuschauern spätestens in der 15. Minute klar, als ein 5:5 auf der Anzeigetafel auftauchte. Die bis hierhin sechs verhängten Siebenmeter (davon vier Treffer) sprachen für eine in der Defensive intensiv geführte Partie, bei der die Allensbacherinnen den besseren Start hatten (3:1 nach acht Minuten), die Freiburgerinnen in der Folgezeit aber kontern konnten. Die wechselnde Torfolge sollte bis zum 8:8 durch Milena Winckel (23.) Bestand haben, erst danach gelang es den Gastgeberinnen, durch einen 2:0-Lauf den Vorsprung auf zwei Tore auszubauen.

Mit einem Zwischenspurt, angeführt von einer in diesen Minuten stark aufspielenden Maja Zeides, gelang es der HSG, den Spielstand zu drehen und mit einer 11:10-Führung in die Halbzeitpause zu gehen.

In den ersten 20 Minuten nach der Pause allerdings gelangen den Freiburgerinnen nur zwei Tore. Allerdings warfen auch die Allensbacherinnen lediglich sechs Treffer. Dennoch war das die Vorentscheidung zu Ungunsten der Freiburgerinnen.

Beim 19:15 nach 56 Minuten war das Spiel faktisch entschieden. Auch die offensive Manndeckung von Igor Bojic hatte keine Wirkung mehr, sodass am Ende eine verdiente Niederlage zu Beginn der Aufstiegsrunde in den Büchern steht.

Wollen die Red Sparrows weiterhin eine Chance auf den Aufstieg haben, muss die Mannschaft am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen die am ersten Spieltag ebenfalls sieglose Mannschaft aus Hauenstetten vor allen Dingen offensiv ein anderes Gesicht zeigen. Deutlich zu wenig Tempo und im Aufbauspiel zu statisch waren die Hauptprobleme in Allensbach. Gelingt es, durch eine gute Trainingswoche, am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen Hauenstetten erfolgreich zu sein, ist im Rennen um den Aufstieg noch alles möglich, denn am Ende heißt es im oben genannten Zitat ja auch „Offense wins Games“...

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