Handball Zuhause klappt es einfach besser

Ana Bojic (am Ball) wird im Rückspiel die Todtnauer Defensive nicht vor Probleme stellen können. Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Die Eindrücke sind noch sehr frisch: Gerade einmal 22 Tage später steigt in der Silberberghalle in Todtnau schon die Derby-Revanche. In der Südbadenliga der Frauen will der heimische TVT die knappe Hinspielniederlage gegen die HSG Dreiland mit einem Erfolg vor heimischem Publikum vergessen machen. Die Gäste haben da am Sonntag ab 16.30 Uhr etwas dagegen.

Von Mirko Bähr

Todtnau. „Im November sind wir durch. Das ist außergewöhnlich. Irgendwie schade ist es schon, dass man sich nicht lange darauf freuen und dem besonderen Duell entgegenfiebern kann“, lässt TVT-Trainer Marco Suevo wissen. Sein Kollege Christian Weber sieht es eher nüchtern: „So hat man dieses Derby, das bei der einen oder anderen Spielerin im Kopf herumschwirrt, hinter sich. Beide Vereine können den Rest der Saison wieder einzig und allein auf sich schauen.“

Und außerdem sind die Erinnerungen an das knappe 24:23 der HSG noch frisch. „All das, was richtig oder falsch war, ist noch sehr präsent. Wir können uns demnach gut auf das Match vorbereiten. Wir wissen noch sehr genau, was wir falsch gemacht haben“, sagt Suevo und verweist dabei vor allem auf die schwache Chancenverwertung.

Die Partie bei der HSG und zuletzt auch die deutliche Niederlage in Ottenheim hätten seinen Schützlingen ganz deutlich vor Augen geführt, auf was es in der Südbadenliga ankommt: die Abwehrarbeit. „Da müssen wir kräftig arbeiten. Es gilt für uns, mehr Möglichkeiten zu erarbeiten, um mit der ersten oder zweiten Welle zum Erfolg zu kommen.“ Im Positionsangriff habe man es nicht geschafft, 100-prozentige Chancen zu kreieren.

Es gelte zudem, gut ins Spiel reinzufinden. „Wir müssen gleich wach und präsent sein. Sonst geraten wir schnell auf die Verliererstraße“, meint Suevo. Das sei anders als noch vor einem Jahr in der Landesliga. „Da gab es auch Spiele, wo es nicht so gut lief für uns, die wie dann aber trotzdem gewinnen konnten. In der Südbadenliga ist das anderes. Da sind andere Gegner und ein anderes Tempo.“

„Für uns war es natürlich wichtig, das Derby vor voller Halle in Lörrach zu gewinnen, und dafür haben wir ja auch vieles investiert. Viel Kampf und Biss waren nötig, um dieses Spiel zu gewinnen“, macht Weber deutlich. Eine Wiederholung dieses couragierten Auftritts würde er sich natürlich wieder wünschen. Er weiß, dass Spiel Nummer zwei in Todtnau kein Zuckerschlecken wird. „Der TVT will zu Hause natürlich genauso agieren, wie wir vor drei Wochen.“

Weil die Partie in der Todtnauer Silberberghalle über die Bühne geht, steht für Weber fest, wer der Favorit ist. „Todtnau, denn zuhause punkten sie genauso gerne“, sagt er. Alle drei Heimspiele konnte der TVT bisher für sich verbuchen. Unter anderem wurde Allensbach II mit 30:19 quasi aus der Halle geschossen. „Es ist für jeden Gegner schwer, in Todtnau zu spielen“, erklärt Suevo, der sich mit dem bisherigen Saisonverlauf durchaus zufrieden zeigt. „Bis auf zwei Partien war das alles okay bisher. Wir haben gezeigt, dass wir das Potenzial besitzen, in der Südbadenliga zu bestehen.“

Während der TVT nach neun Partien (sechs davon in fremder Halle) mit 8:10-Zählern auf Rang sieben steht, kommt die HSG nach sieben absolvierten Spielen auf eine ausgeglichene Bilanz von 7:7. „Es läuft auswärts noch nicht so ganz rund. Lediglich einen Punkt in Sinzheim konnten wir holen. Aber das wollen wir natürlich ändern“, lässt Weber wissen.

Und das soll mit einer „ähnlich guten Absprache Torhüter/Abwehr gelingen“, sagt Weber. „So wollen wir das Spiel zumindest so lange als möglich offen halten.“

Die HSG muss auf Routinier Ana Bojic aufgrund ihrer Ellenbogenverletzung verzichten. Tina Wollschläger war krank und Jelena Brisevac plagen Knieprobleme. Die Todtnauerinnen sind alle fit und einsatzbereit. „Ich habe die Qual der Wahl“, so Suevo.

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