Hasel Auflagen sind nicht einzuhalten

Evangelische Kirche in Hasel. Foto: Harald Pflüger Foto: Markgräfler Tagblatt

Hasel - Auf die Frage, weshalb in der Hasler Kirche keine Gottesdienste stattfinden, obwohl Gottesdienste seit Anfang Mai wieder offiziell erlaubt sind, geht Pfarrer Clemens Ickelheimer im Amtsblatt der Gemeinde ausführlich ein.

Aufwändiges Schutzkonzept

Ickelheimer verweist auf das aufwändige Schutzkonzept, das für jeden einzelnen Gottesdienst, dazu zählen auch Freiluftgottesdienste, vorzulegen ist. Dabei geht das kirchliche Schutzkonzept noch über die staatlichen Vorgaben hinaus, so Ickelheimer. Beispielweise müssen die Personenabstände zwei Meter (statt 1,50 Meter) betragen. Das heißt, dass nur einer begrenzten Zahl an Gottesdienstbesuchern Einlass gewährt werden kann. Zudem sind die Gottesdienste auf maximal 30 Minuten begrenzt.

Zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung ist laut Ickelheimer ein Team von Mitarbeitern erforderlich, von dem niemand einer Risikogruppe angehören darf (keine Vorerkrankung, nicht über 60 Jahre). Alle Mitgliedes Kirchengemeinderates samt Pfarrer scheiden damit von vornherein aus. Der größte Teil der regelmäßigen Gottesdienstbesucher gehört aufgrund des Alters ebenfalls zur Risikogruppe.

Dass einige größere Gemeinden in ihren Kirchen Gottesdienste unter „Corona-Bedingungen“ anbieten, führt Ickelheimer darauf zurück, dass sie in ausreichender Zahl ehrenamtliche Mitarbeiter und einen Verantwortlichen für das Schutzkonzept benennen können.

Kleine, überalterte Kirchengemeinde

„Als kleine überalterte Gemeinde sind wir zur Umsetzung des Schutzkonzeptes nicht in der Lage“, schreibt der Gemeindepfarrer. Es werden deshalb erst wieder Gottesdienste stattfinden können, wenn die Schutzmaßnahmen auf wenige einfache und leicht umsetzbare Regeln zurückgefahren sind und das Singen und vernehmliche Mitbeten wieder möglich ist.

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