Hasel Das Zauberwort heißt „Cashback“

Die Gemeinde Hausen verfügt bereits über ein Carsharing-Elektrofahrzeug nebst Ladestation, wie es im Hasler Gemeinderat vorgestellt wurde. Foto: Harald Pflüger Foto: Markgräfler Tagblatt

„my-e-car“ sieht sich in Südbaden als „ökologischen E-Carsharing-Vorreiter“. Am Montagabend stand das Thema „Elektrofahrzeug und Ladestation“ auf der Tagesordnung des Hasler Gemeinderats.

Von Hans-Jürgen Hege

Hasel. Die Freiburger verleihen an Privat- und Geschäftsleute sowie an Kommunen Fahrzeuge einer französischen Marke in weiß-grün zu – wie es heißt – „erschwinglichen Konditionen“. Genutzt wird dabei das Ladesäulennetz der „NaturEnergie Community“, die im südbadischen Raum aktuell rund 120 Stromtankstellen betreibt.

Dort können die Akkus der Fahrzeuge, die je nach Ausstattung und Leistung unter der Haube sowie dem Fahrverhalten der Mieter entsprechend mit einer Ladung zwischen 100 und 300 Kilometer unterwegs sein können, aufgeladen werden.

NaturEnergie-Mitarbeiter Nils Hoesch stellte den Gemeinderäten in der Sitzung am Montag im Bürgersaal das Projekt Carsharing vor, für das sich die Verwaltung mit Bürgermeister Helmut Kima interessiert, weil es sich „aus ökologischer Sicht“ – es gibt grundsätzlich Strom aus Wasserkraft - für die Kommune und für Privatleute im Dorf rechnen könnte, obwohl die Nutzung des „Rundum-Sorglos-Paketes“, das ED für Kommunen auf dem Zettel hat, jährlich knapp 8000 Euro kosten würde.

Das Zauberwort, das am Ratstisch die Runde machte, hieß „Cashback“. „Cash“ (Bargeld) nämlich gibt es „back“ (zurück), wenn das Fahrzeug, das die Gemeinde least, von Privatleuten oder Firmen zu den ganz normalen Kundenkonditionen gemietet wird. Die müssten für die erste Stunde fünf Euro und für jede weitere Stunde vier Euro oder pro Tag maximal 60 Euro berappen. Und diese Einnahmen würden der Gemeinde nach Abzug der Betriebskosten zurückerstattet.

Vom Paketpreis abgezogen werden muss laut Helmut Kima dann noch der Aufwand für bisherige Fahrten der Verwaltungsmitarbeiter für Botengänge mit dem Privatfahrzeug oder den Fahrten mit dem Unimog der Gemeinde, der ebenfalls für Dienstfahrten eingesetzt werde. Bürgermeister Kima betonte, dass er die andernorts teilweise üblichen festen Zeiten für die Verwaltung nicht in Anspruch nehmen wolle, weil das E-Fahrzeug damit „keinesfalls ausgelastet“ wäre. Der Bürgermeister glaubt, dass die Hasler überwiegend privat mit Elektroautos auf Achse sein würden. Aber das werde sich spätestens dann herausstellen, wenn sich die Gemeinde entschließe, das Probejahr zu buchen, das EnergieDienst und „my-e-car Südbaden“ anbieten, ehe ein endgültiger Vertrag mit einer Mindestlaufzeit von jeweils zwei Jahren abgeschlossen würde.

Den Gemeinderäten sicherte Kima zu, die Unkosten, die bei Dienstfahrten entstehen, zusammenzustellen. Eile habe ein Beschluss nicht, weil im laufenden Haushaltjahr keine Mittel für das Projekt zur Verfügung stünden. Er betonte deshalb auch, dass aktuell kein Beschluss, sondern lediglich die Kenntnisnahme auf der Tagesordnung stehe. Es bleibt also genügend Zeit für die Mandatsträger, e-Carsharing auf der Website des Unternehmens, das rundum Kommunen wie Schopfheim, Wehr, Hausen, Steinen, Rheinfelden oder Zell unter Vertrag hat, unter die Lupe zu nehmen und sich mit dem Buchungsverfahren vertraut zu machen.

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