Einstimmig sprach sich der Hasler Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag dafür aus, den Bau eines neuen Werkhofes konkret in Angriff zu nehmen: Bis Herbst will die Gemeinde „bauantragsreife Unterlagen“ erarbeiten (lassen). Als Standort ist das Gelände neben dem Feuerwehrhaus anvisiert.

Hasel (jab). Größere Beträge für die Sanierung des bestehenden Bauhofes in die Hand zu nehmen, sei wenig sinnhaft, hatte Bürgermeister Helmut Kima eingangs der Debatte befunden und für die Planung eines Neubaus plädiert. „Das wäre für die Zukunft die beste Lösung.“

Im aktuellen Haushalt ist für diesen Zweck bereits eine erste Planungsrate von 75 000 Euro reserviert. Für den Neubau hofft die Gemeinde auf erhebliche Zuschüsse: Da mit der Auslagerung des Bauhofes eine Aufwertung des Ortskerns einhergehe, sieht Bürgermeister Kima gute Chancen auf Förderung aus dem entsprechenden Topf des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR); weiteres Geld soll aus dem Ausgleichsstock kommen.

Für einen ELR-Förderantrag allerdings braucht es bis September Pläne, die bereits so weit ausgearbeitet sind, dass sie für einen konkreten Bauantrag taugen. Daher heißt es nun Nägel mit Köpfen machen: Das bereits mit einem ersten Entwurf befasste Architekturbüro soll nun mit der Detailplanung beauftragt werden, beschloss der Gemeinderat einstimmig.

Ein grobes Konzept mit den Anforderungen an einen neuen Bauhof wurde im Zuge der bisherigen Überlegungen bereits erarbeitet. Bei einem sobald wie möglich angesetzten Vorort-Termin mit Gemeinderat, Werkhofmitarbeitern und Architekt sollen die Vorstellungen nochmals konkret durchgesprochen und angepasst werden. Auf dieser Grundlage dann soll der Architekt baugenehmigungsreife Pläne mitsamt Kostenberechnung erarbeiten.

Sollten die Zuschüsse genehmigt werden, könnte der Baubeginn Mitte 2019 liegen; Bezug wäre wohl 2020, erklärte Kima mit Blick auf die Zeitschiene. Genug Zeit, um zu überlegen, was mit dem jetzigen Standort passieren soll. Auf jeden Fall soll dort ein Dorfplatz entstehen, waren sich die Ratsmitglieder einig. Zusätzlich sei Wohnbebauung denkbar; einen Bauträger zu finden, wäre sicher kein Problem, so Kima.

Eine unkomplizierte Formalie auf dem Weg zum neuen Bauhof dürfte neben der eigentlichen Planung und den Zuschussanträgen die Anpassung des Bebauungsplans sein: Dieser weist das Areal zwar jetzt bereits als „Fläche für den Gemeinbedarf“ aus, konkretisiert dies dann aber in Richtung „Feuerwehr“, „kulturelle Zwecke“ und „Hausmeisterwohnung“ – nicht gerade die Stichworte, die mit einer Werkhof-Nutzung vereinbar wären.

Anpassen lasse sich das jedoch glücklicherweise mit einer kleinen Satzungsänderung, erklärte Kima.