Hasel Ergiebiger Fundus an Fotos

Markgräfler Tagblatt

Immerhin als kleiner Trost für die aus Pandemiegründen ausgefallenen Feierlichkeiten zur 1200-JahrFeier präsentierte sich die Fotoausstellung im Hasler Bürgersaal am Wochenende.

Von Gudrun Gehr

Hasel. Die im Juni vorgestellte Dorfchronik konnte nicht alle Fotos und Postkarten aufnehmen, die dort völlig zu Recht ihren Platz hätten bekommen sollen. Daher entschied die AG Ortschronik mit den Heimathistorikern Karlfrieder Mattes, Clemens Wittwer und mit Unterstützung von Bürgermeister Helmut Kima, eine zusätzliche Ausstellung des historischen Ortsbildes von Hasel einzurichten.

Erste Darstellungen ab Anfang des 19. Jahrhunderts und Fotos ab Ende dieses Jahrhunderts konnten an Schautafeln und in Vitrinen vorgezeigt werden. Der Aufruf der beiden Heimathistoriker nach altem Bildmaterial war erfolgreich. Auch erwies sich der Fundus der beiden Initiatoren als sehr ergiebig. Ebenfalls wurden Ausstellungsstücke der Feuerwehr in Vitrinen vorgezeigt. So konnten sich eine alte Feuerwehruniform aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg wie auch Feuerwehrmützen aus verschiedenen Epochen präsentieren.

Auch das Hasler Vereinsleben kommt bei der Ausstellung nicht zu kurz: Karlfrieder Mattes bat die Vereinsvertreter, in ihrem Archiv nach alten Fotos zu stöbern und ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. So konnte in der Ausstellung sogar Fotomaterial der alten Hasler Vereine präsentiert werden, die zwischenzeitlich aufgelöst sind, so beispielsweise der Kraftsportverein mit einem beeindruckenden Foto stolzer, kraftstrotzender junger Männer der Vorkriegszeit. Auch die Baustellen der Wehratalbahn erinnern an die längst vergangenen Zeiten.

Luftbilder von Erich Meyer zeigen das Anwachsen von Hasel von 1988 im Vergleich zu 2021. Vergleichsweise bescheiden nimmt sich das Dorf auf einer Luftaufnahme von 1973 mit den damaligen Ausmaßen von Hasel aus.

Besonders stolz ist Clemens Wittwer auf den ältesten Bildband seiner persönlichen Sammlung, dem Werk von Carl August Lembke „Die Erdmanns-Höhle bey Hasel in der zu dem Kurfürstenthum Baden gehörigen Landgrafschaft Sausenberg“ aus dem Jahr 1803. Historische Fotografien vom Ortsbild steuerte Gerd Neudecker, ehemaliger Wirt des „Hirschstüble“, aus seiner Sammlung bei.

Geschichte wird lebendig

Helmut Kima begrüßte die zahlreich erschienenen und historisch interessierten Gäste der Ausstellung am Samstagabend. Kima meinte: „Ich bin dankbar, dass sich im Vorfeld dieser Ausstellung viele Bürger zusammengetan haben, und diese Veranstaltung gemeinsam bewerkstelligt werden konnte.“ Besonderer Dank ging an Clemens Wittwer und Karlfrieder Mattes. Es sei eine durchaus würdige Form, mit der an die lange Geschichte des Dorfes erinnert werde.

Kima freute sich über die bunte, spannende und vielfältige Ausstellung. Auch Karlfrieder Mattes freute sich: „Ich bin sehr froh über die Mitarbeit der Vereine, die sich hier alle aktiv eingebracht haben. Wir stellen fest, dass die Besucher ein lebhaftes Interesse an den Bildern haben.“

Abgerundet wurde die Ausstellung durch den Musikverein Hasel unter Leitung von Dirigentin Isabella Senger. Die Besucher freuten sich nicht nur an den alten Ortsansichten, sondern genossen bei einem Getränk und einem kleinen Snack das beeindruckende Konzert, das mit dem Marsch „Gruß aus Böhmen“ eingeleitet wurde. Der Frauenverein Hasel hatte die Bewirtung übernommen. Auch durften sich die Hasler Wähler am Sonntag über die Ausstellung in ihrem Bürgerhaus freuen, die nach Schließung des Wahllokals endete.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Coronavirus - Düsseldorf

Im Landkreis Lörrach wurden die Coronamaßnahmen verschärft. Mitunter gilt im stationären Einzelhandel bis auf wenige Ausnahmen die 2G-Regel. Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading