Hasel Gelungener Auftakt für Straßenfasnacht

SB-Import-Eidos

Wehr (os). Er hatte Kultstatus vor Corona: Der Straßenfasnachts-Auftakt der Narrenzunft Wehr mit dem Dreier-Reigen aus Narrenbaumstellen, Nachtumzug und Eröffnungsball. Diesen Status aufrecht zu erhalten – das war das Anliegen der Veranstalter aus der Narrenzunft, den „Wäldern“ und der „Dröschflegel-Zunft“. Diese freuten sich über tolle Stimmung vom frühen Samstagnachmittag bis in den frühen Morgen des Sonntags beim „Re-Start“.

70 Cliquen und Zünfte, 16 Guggenmusiken

Doch der Reihe nach: Am frühen Mittag ließen die „Wälder“, eine der zehn Unterformationen der Narrenzunft, die notwendige Sorgfalt walten, bis in Handarbeit der Narrenbaum in der Verankerung auf dem Rathausplatz stand. Bald darauf begann auf dem Talschulplatz das frohe Treiben im Narrendorf. Und richtig hoch her ging es dann ab 19.11 Uhr, als sich der Nachtumzug beim Modehaus Bär in Bewegung setzte. Vorneweg die Stadtmusik im närrischen Gewand, danach zuerst die Gastgeber der Dröschflegel-Zunft, die ihr 55-jähriges Bestehen feiern können, dann weitere 70 Cliquen und Zünfte, darunter 16 Guggenmusiken mit insgesamt 1700 Teilnehmern. Sie kamen vom Hochrhein und dem Hotzenwald, aus dem vorderen und mittleren Wiesental sowie dem Dreiländereck und machten den Nachtumzug zu einem Speigelbild der alemannischen Fasnacht. Überwiegend dämonisch-grimmige Gestalten tummelten sich vorbei an nach Veranstalterschätzung mehreren Tausend Zuschauern.

Auch heitere Narrengestalten waren mit dabei ganz nach dem diesjährigen Wehrer Motto „Ob chlei, ob groß, ob dick oder dünn, d‘ Fasnacht isch öbbis was alli verstönn!“. Vor allem Kinder schienen an den vielen närrischen Gestalten auf den Wehrer Straßen ihre Freude zu haben: Der anfängliche Respekt vor so mancher furchteinflößenden Maske war angesichts der Freigiebigkeit der Süßigkeiten und Obst verteilenden Hästräger meist schnell verflogen.

Gut, fast noch besser als vor Corona, so die Dröschflegel um ihren Sprecher Marco Straccuzzi, war die Resonanz auf die Einladung zum Eröffnungsball, der nach dem Umzug stattfand. Gelungen war auch, dass man seitens der Dröschflegel zwei Guggebühnen – eine in der Stadthalle, eine auf dem Parkplatz vor der Halle – aufgebaut hatte. An beiden Standorten ging es jedenfalls bis deutlich nach Mitternacht noch hoch her.

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