Hasel Gesamtkonzept gewünscht

Hans-Jürgen Hege
Die Grundschule in Hasel soll ein neues Außengelände bekommen. Damit allein ist es aber längst nicht getan. Foto: Christoph Schennen

Viel stand am Montag nicht auf der Tagesordnung. Aber mit dem Wenigen taten sich die Ratsmitglieder ohne den wegen Krankheit entschuldigten Bürgermeister Helmut Kima schwer.

Von Hans-Jürgen Hege

Hasel. Dabei sollten sie lediglich einen Vorentwurf zur Gestaltung der „Außenanlage Grundschule Hasel“ zur Kenntnis nehmen, den Manuel Decker vom Todtnauberger Büro „galaplan“ als „in allen Teilen veränderbaren Vorschlag“ präsentierte.

Sauer stieß der Runde vor allem die Ankündigung der Kosten auf, die auf rund 250 000 Euro veranschlagt wurden. Das, so der Tenor, sei dann doch sehr viel Geld für ein Projekt, in dem die längst fällige Innensanierung des in die Jahre gekommenen Schulgebäudes noch gar nicht berücksichtigt worden sei.

So wurde denn zunächst einmal der Wunsch laut, ein Konzept für den gesamten Komplex zu entwickeln. Ausschlaggebend dafür war vor allem der Einwand des Bürgermeister-Stellvertreters Andreas Raimann, dass es eigentlich jeder Logik widerspreche, zuerst den Außenbereich neu zu gestalten und anschließend eine Baustelle einzurichten für die Arbeiten an und in der Schule selbst. Auch die Zuschussfrage sei nicht geklärt.

Aufschieben allerdings mochte man das Projekt auch nicht, weil spätestens mit der Pflicht, eine Ganztagsschule in Hasel zu etablieren, die jetzigen Gegebenheiten im gesamten Schulbereich „nie und nimmer“ den Vorschriften genügen werden.

Für Sybille Matzner stand – unterstützt von Katja Stoißer – fest: „Seit Jahren schieben wir das Problem vor uns her. Hätten wir das alles gleich gemacht, wäre uns das angesichts der explodierenden Kosten viel billiger gekommen.“ Und sie fügte erbost hinzu: „Es wurde jahrelang regelrecht verpennt, Geld in die Schule zu investieren. Und jetzt haben wir den Salat!“

Sie erwarte, dass auf jeden Fall ausreichend Mittel in den Haushalt eingestellt werden, um die Schule auf Vordermann bringen zu können. Auch sie hielt es für angebracht, im Innenbereich zu beginnen und erst dann über die Ideen der Planungsgruppe zu diskutieren, wie der Außenbereich schulkindgerecht gestaltet werden könnte, ohne – wie am Montag beispielhaft vorgestellt – zu sehr den Spielplatzcharakter zu betonen.

Erfreulich sei, dass die Planer in Abstimmung mit der Schule das Gelände modellieren wollen, um die Bewegung der Kinder zu fördern. Die nämlich komme gerade in Hasel, wo es so gut wie keine Sportmöglichkeiten für Schulkinder gebe, absolut zu kurz, bedauerten die Ratsmitglieder.

Das Gremium nahm den Planungsentwurf zur Kenntnis. Im Beschluss wurde betont, dass Gelder für den Haushalt 2023 in ausreichender Höhe vorzusehen seien – die Ausgaben aber nicht allein auf den Schulhof, sondern auf die gesamte Schule konzentriert werden soll.

Der Sitzungsleiter hielt es für „dringend geboten, Prioritäten zu setzen“. Dem stimmte das Gremium ausnahmslos zu.

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