Hasel Hasel besticht als attraktive Wohngemeinde

Markgräfler Tagblatt, 09.08.2018 22:00 Uhr

Von den Vorzügen Hasels als Wohngemeinde konnte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger bei einem Gespräch sowie einem Rundgang durch die Gemeinde mit Bürgermeister Helmut Kima überzeugen.

Hasel. Zentrale Themen waren laut Pressemitteilung Wohnungsbau, Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und die Dorfentwicklung. Als typisch ländliche Gemeinde hat Hasel wenig Gewerbe und gehört damit zu den finanzschwachen Gemeinden. Projekte wie das Feuerwehrgerätehaus oder die neue Dorfmitte konnten jedoch mit Zuschüssen realisiert werden. Das einzige aktuelle Großprojekt, das noch ansteht, ist die Auslagerung des Bauhofs aus dem ehemaligen Farrenstall neben die Feuerwehr. Bauhof, Gerätehaus und Dorfplatz gehörten daher ebenso zu den Stationen des Rundgangs von Kima und Stickelberger wie die Hasler Höhle, deren Besucherzahlen, so der Bürgermeister bedauernd, zurückgingen.

Wohnraum wird auch in Hasel dringend benötigt. Das geplante Wohngebiet „Kaiden“ wurde, so berichtete Kima, nach einer langen Vorgeschichte auf den Weg gebracht. Damit deckt die Gemeinde überwiegend den Eigenbedarf von Familien aus dem Dorf. „Wir haben aber auch ein bisschen Zuzug“, so Kima.

Die Attraktivität als Wohngemeinde beruht nicht nur auf der idyllischen Lage, die Gemeinde profitiert auch enorm von der sehr guten Busverbindung nach Wehr und Schopfheim. „In zehn Minuten können die Schulen und Einkaufsläden der Nachbarstädte erreicht werden“, betonte Kima. „Damit sind sie besser angebunden als mancher Stadtteil in einer größeren Stadt“, hielt Stickelberger fest. Einziger Wermutstropfen ist der Umstand, dass nicht alle Buslinien die Haltestelle mitten im Dorf anfahren und der Halt an der Bundesstraße gerade für Kinder gefährlich sei.

Das Interesse Hasels an der immer wieder diskutierten Reaktivierung der Bahnverbindung Schopfheim – Bad Säckingen (Wehratalbahn) ist eher gering. „Auch wenn diese Verbindung zwischen Rheintal und Wiesental gerade für Pendler optimal wäre – für uns wäre es eher nachteilig“, so Kima. Der alte Bahnhof am tiefsten Punkt der Gemeinde liegt außerhalb und wäre deutlich schlechter erreichbar als die Bushaltestelle mitten im Dorf. Nachteilig wäre dies auch für das seit Jahren im Bahnhof beheimatete und sehr nachgefragte Jugend- und Familienfreizeitheim „Begegnungsbahnhof Hasel“, dem Stickelberger und Kima ebenfalls einen Besuch abstatteten.

 
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