Hasel Höhlen-Besucher müssen mehr bezahlen

Gudrun Gehr
Die Eintrittspreise in der Erdmannshöhle steigen an. Foto: Gerald Nill/Gerald Nill

Die Eintrittspreise in der Erdmannshöhle Hasel steigen.

Die Erdmannshöhle war Thema im Gemeinderat. Aktuell würden die Vorbereitungen für den Saisonstart am Sonntag, 2. April, mit einem „Tag der offenen Höhle“ erfolgen. Die Bewirtung übernimmt der Höhlen- und Heimatverein. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Männerchor Dossenbach. Ab 13 Uhr werden die Besucher bei freiem Eintritt in Führungen durch die Höhle geleitet.

Der Normalbetrieb startet am Karfreitag, 5. April. Wie in der Vorsaison ist die Höhle während der Schulferien täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Außerhalb der Schulferien öffnet die Höhle samstags sowie an Sonn- und Feiertagen zu den genannten Zeiten. Der Saisonschluss ist für den 5. November geplant.

Einnahmen decken nicht die Aufwendungen

Da die Einnahmen seit Jahren nicht mehr die Aufwendungen decken, regte die Verwaltung eine Erhöhung des Eintrittspreises an. Zuletzt waren die Preise im Jahr 2011 festgelegt worden. Der Eintrittspreis pro Erwachsenem soll von bisher 4,50 Euro auf 5,50 Euro steigen. Auch die Eintritte für Kinder und bei Führungen verteuern sich.

Die Begründung der Anhebung der Eintrittsgelder liegt im Defizit von 34 995,51 Euro im Vorjahr, in dem insgesamt 17 412 Besucher gezählt wurden. Bürgermeister Frank-Michael Littwin hatte Eintrittspreise von vergleichbaren Höhlen vorgestellt, die zwischen 4,50 Euro und sechs Euro liegen. Gemeinderat Peter Schalajda erkundigte sich, ob die Aufwendungen geringer wurden, seitdem das führerlose Betreten eingerichtet wurde.

Littwin konnte dies nicht bestätigen. Schalajda sagte: „Wir haben hier eine tolle Höhle, aber diese ist offensichtlich für uns ein Klotz am Bein.“ Matthias Feucht bemängelte, dass viel zu wenig Werbung für die Höhle erfolge.

Gemeinderätin Sybille Matzner erkundigte sich nach dem eingerichteten führerlosen Ampel-System bei Höhlenführer und Kioskbetreiber Kurt Meier, der sich als Besucher eingefunden hatte. Meier bestätigte, dass sich viele Besucher zufrieden zeigten mit dem Ampel-System und dem Ablesen der Informationen an der Tafel. Der Aufenthalt würde stressfreier ablaufen, und die Gäste müssten der Führung nicht mehr „hinterherhetzen“.

Ein „Disneyland“ wird nicht gewünscht

Gemeinderat Frank Nüske wies darauf hin, dass sicherlich auch das Fehlen einer Gastronomie eine wichtige Rolle spielen würde. Bürgermeister Littwin teilte mit, dass die Installation von Audio-Guides bevorstehe. Peter Schalajda warf ein, er wünsche kein „Disneyland“ in der Höhle, weil es sich um ein Biotop handle, und regte die Messung der radioaktiven Strahlenbelastung in der Höhle nach einem Besuch an. Die Räte waren einstimmig für die Erhöhung des Eintrittspreises.

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