Hasel Klangvoller Saisonabschluss

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Die Band „Peace of dawn“ gestaltete den musikalischen Saison-Abschluss in der Erdmannshöhle. Foto: Ines Bode

Hasel (ib). Wohl dem, der das Glück hat, das Musiker-Gen zu besitzen, ließe sich frei nach Bach sagen – und es darüber hinaus weiterzuvererben. So entstand die noch neue Formation „Peace of dawn“, fast ein Familien-Ensemble, das am Wochenende den kulturellen Saisonabschluss der Erdmannshöhle bestritt.

Hinter den Musikern aus Wehr liegen bereits viele Auftritte und einige Erfolge in anderer Besetzung. Bei Linn und Fiona sowie Vater Heiko Trefzger etwa mit den „Rollenden Steinchen“, und bei Oliver Ringeisen mit „Plenty of Rope“. Eigens für den „Höhlentermin“ engagiert wurde darüber hinaus Hang-Spielerin Daniela Lechner.

Dass unterschiedliche Generationen am Werk waren, spiegelte sich im Repertoire wider. Zu Gehör kamen der „Bossa Nova“ der 20-jährigen Billie Eilish ebenso wie betagte Volkshymnen der Altrocker von Pink Floyd.

Los ging’s – ganz passend zum dämmrigen Schauplatz – mit „Welcome to the machine“ inklusive minutenlangem akustischem Intro. Im weiteren Verlauf erklangen das Floyd‘sche „Wish you were here“ und der naheliegende Klassiker „Another Brick in the Wall“, der in Schulchören längst als gesellschaftsfähig gilt. Außerdem meldete sich hier Gitarrist Oliver mit dem knackigen Solo zu Ton.

Auch gesanglich gab es einige Soli. Heiko Trefzger übernahm den Part bei Bob Geldofs „I don’t like Mondays“ und weiter bei Eric Claptons „Layla“ oder Neil Youngs „Heart of Gold“. Spontan ließ er der Zeile „I’ve been to Hollywood“ ein „I’ve been to Erdmannshöhle“ folgen – ein Moment zum Schmunzeln.

Gemeinsam interpretiert wurde etwa Michael Jacksons „Heal the World“. Hier wie an anderer Stelle harmonierten die kräftige Stimme des Papas mit dem dunklen Timbre von Tochter Linn (auch Cello und Flöte). Direkt ins Ohr ging zudem der Welthit „One of us“, der Linns jugendlicher Stimme von der Klangfarbe her schmeichelte.

Fiona (auch Cajon) durfte solistisch an die Tasten: „Hau rein“, ermunterte Papa liebevoll – woraufhin der Sprössling eben das tat.... Das sphärische Spiel der Klangkünstlerin auf dem „Hang“ verzauberte ohnehin.

Der Genussfaktor des Konzerts wäre sicher noch höher ausgefallen, wenn nicht diverse Handyfilmer und mit Stativ ausgerüstete Fotofreunde einzig der eigenen Intention folgend im „Bühnenbereich“ herumgewuselt wären...

Erfolgreiche Höhlen-Saison

Zum geselligen Abschluss mitsamt kaltem Büffet lud nach dem Konzert der Höhlenverein um seine Vorsitzende Ursula Jost.

Der Saisonabschluss war auch Gelegenheit für eine kleine Bilanz: Trotz vierwöchiger Verspätung im April konnte der Verein die Besuchszahlen von 10 000 Gästen halten, bilanzierte Höhlenwart Meik Christen.

Das Frühjahr diente den technischen Neuerungen eines Ampel- und Kamerasystems. Dieses schickte die Besucher in dieser Saison erstmals führerlos in die Höhle und hat sich laut Höhlenwart bereits bewährt.

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