Hasel „Transparent und informativ leiten“

Zoë Schäuble

Im Erdmannsdorf stehen dieses Jahr Bürgermeisterwahlen an. Einer, der seinen Hut in den Ring geworfen hat, ist Meik Christen, Gemeindearbeiter in Hasel. In seiner Wahlbroschüre verspricht der 44-Jährige unter anderem, sich mit dem, was die Einwohner Hasels bewegt, „intensiv auseinanderzusetzen“.

Von Zoë Schäuble

Hasel. Nachdem im März bekannt wurde, dass der derzeitige Bürgermeister Hasels, Helmut Kima, bei der Wahl am 2. Oktober kein weiteres Mal antreten wird, hatte sich zunächst nur Frank-Michael Littwin, der in Rheinfelden als Ortsvorsteher und Amtsleiter des Bürgerbüros eine Doppelfunktion ausübt, beworben.

Danach gab es weitere Kandidaturen. Kurz vor Fristende stellt sich nun, neben mittlerweile vier weiteren Kandidaten, Meik Christen zur Wahl.

Der in Schopfheim geborene Christen, der in Schlächtenhaus-Hofen lebt, kündigt in seiner Wahlbroschüre an, dass er als parteiloser und unabhängiger Bewerber kandidiere und „mit allen konstruktiv zum Wohl der Gemeinde Hasel zusammenarbeiten“ werde.

Dabei sei es ihm ein Anliegen, „aktiv“ auf seine Mitbürger zuzugehen – immerhin wolle er wissen, „wo der Schuh drückt.“

Der gelernte Stuckateur war zunächst als Zeitsoldat im Einsatz, wie der Broschüre zu entnehmen ist. Seit 2019 steht Christen als Gemeindemitarbeiter im Dienst der Gemeinde Hasel und gestaltete bereits diverse Projekte, wie etwa die Inwertsetzung der Erdmannshöhle oder den Neubau des Bauhofs mit. Um sich „persönlich weiter zu entwickeln“, erwarb Christen nach eigenen Angaben unter anderem „universitäre Zertifikatsabschlüsse“ in den Bereichen „Qualitäts- und Prozessmanagement“. Außerdem engagiert er sich ehrenamtlich bei der freiwilligen Feuerwehr und hat dort Weiterbildungen zum Truppmann, Sprechfunker und Atemschutzgeräteträger absolviert.

Laut seiner Aussage ist der 44-jährige, der Vater einer Tochter ist, als „naturverbundener Mensch“ gerne mit seiner Partnerin und deren beiden Kindern im Freien in und rund um Steinen sowie im Südschwarzwald unterwegs.

Christen definiert sich in seiner Wahlbroschüre als Kandidat, dem „Bürgernähe, Offenheit und Transparenz“ besonders am Herzen liegen. Deshalb wolle er mit den Haslern „gemeinsam unterwegs sein“, um die gemeinschaftlichen Ziele zu erreichen, heißt es weiter.

Hasel zukunftsfähig leiten

Als seine Wahlthemen, die Christen unter dem Begriff „Das Bürger-Gemeindekonzept“ zusammenfasst, hat der Bürgermeisterkandidat unter anderem die Punkte Bildung, Energie und Klima, Vereine, Handwerk und andere Dienstleister, Freizeit und Naherholung sowie die Bürgerbeteiligung aufgeführt.

Als zentral für die Weiterentwicklung der Gemeinde Hasel sieht Christen etwa die Ausweitung des schulischen Ganztagsangebots an. Außerdem will der Bewerber den Haslern „Klimasprechstunden“ mit Experten anbieten, Mitfahrbänke für mehr Mobilität einführen und nachhaltige Energielösungen in der Gemeinde etablieren.

„Erdmännchen-Produkt“

Die „Stärkung der Dorfgemeinschaft“ durch Aktivitäten und regelmäßige Treffen, etwa der örtlichen Vereine, stehen für Christen genauso wie die Ausgestaltung verschiedener Aussichtspunkte, oder die Schaffung eines für die Gemeinde typischen Produkts, etwa dem „Erdmännchen“, auf der Agenda.

Beteiligung ist wichtig

Als weiteren Grundpfeiler seines Wahlprogramms definiert Christen eine Bürgerbeteiligung, die die Einbindung der Gemeindemitglieder und Einwohner Hasels in sogenannte „Bürgerforen“ vorsieht. Hier sollen aktuelle Themen gemeinsam analysiert und evaluiert werden und außerdem in „regelmäßig angebotenen Bürgersprechstunden“ persönlich besprochen werden, heißt es in der Wahlbroschüre.

Als ausdrücklichen Wunsch betont Christen die aktive Mitgestaltung der Bürger zu gewährleisten: „Mein Wunsch ist es, die Gemeinde Hasel transparent, informativ und zukunftsfähig zu leiten.“

 Weitere Informationen zur Kandidatur Christens gibt es online unter www.die-buergergemeinde.de. Wer mit dem Bürgermeisteranwärter in Kontakt treten will, kann sich per E-Mail an Die-buergergemeinde@outlook.de wenden.

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