Hasel Weiche Celloklänge in der Kirche

Ines Bode
Die Mitglieder des Gesangvereins begeisterten mit ihrem Weihnachtskonzert in der gut gefüllten Kirche. Foto: Ines Bode

Warme weiche Celloklänge in Moll, begleitet von einer melodischen Phrasierung des Keyboards: Die Sequenz aus „Der Gesang der Vögel“ kristallisierte sich als ein Höhepunkt des Weihnachtskonzerts in St. Peter heraus – das Publikum zeigte sich berührt.

Von Ines Bode

Hasel. Der letzte Ton des international bedeutenden „Song of the Birds“ war noch nicht verklungen, da zuckte es manchem Sänger in der hinteren Reihe schon in den Händen. Der Chor spendete zusammen mit den Zuhörern einen wohl verdienten wie lautstarken Applaus. Der Komponist Pablo Casals soll die anrührende Melodie gar im Weißen Haus vor den Kennedys gespielt haben – und von diesem Genre hätte man auch in Hasel noch einen Nachschlag vertragen.

Ein Konzert voller Qualität und Güte

Gut gefüllt war das ansprechend dekorierte Gotteshaus am Samstag vor dem vierten Advent. Das harmonische Zusammenspiel zwischen der Cellistin Bettina Maria Bauer, dem Tastenmann und Dirigenten Michael Brogle und nicht zuletzt der stimmstarken Sängerschar bot ein Konzert voller Qualität und Güte.

Die Cellistin als Gast wurde von Moderator Harald Hülscher als Musikpädagogin aus Schopfheim vorgestellt. Hülscher war für den erkrankten ersten Vorsitzenden Richard Hollenweger eingesprungen und grüßte auch im Namen der Kirchengemeinde.

Die musikalischen Beiträge Bauers, gepaart mit dem Repertoire des gemischten Chores, ergaben eine ausgewogene Bandbreite. Oder anders ausgedrückt: Für jeden Geschmack war etwas dabei. Unterm Strich erklangen besinnlich-heitere Lieder und technisch geprägte Cellowerke als Solo. Zu nennen „La Folia“, ein rund zehnminütiger Appell an die Barockzeit, und die Suite „Preludio-Fantasia“, ein eher strenges Stück, das der Interpretin jedoch Raum für Nuancen und Dynamik gab. Die Cellistin eröffnete dann auch den Abend mit einem Intro, gefolgt von einem Gesangsbeitrag und den launig gehaltenen Worten Hülschers.

Erinnerungen an die Kindheit

Musikalisch hieß es, „Seht, die gute Zeit ist nah“, „Advent ist ein Leuchten“ und „Neigt sich’s Jahr adventlich“. Eine schöne Weise nach der anderen erklang, was ganz nebenbei die immense Anzahl der Weihnachtslieder überhaupt verdeutlichte.

Weiter ging’s mit „Ein Warten geht durch diese Zeit“ und „Auf den Flügeln der Liebe“, zwei Nummern, die den beliebten wie typischen Charakter der Klänge vor dem Fest überbrachten.

Mit „Ihr von morgen“ klinkte sich Udo Jürgens ein, gefolgt von seiner „Weihnachtszeit - Kinderzeit“. Hier kamen nicht nur bei dem früheren Lehrer Hülscher puerile Erinnerungen hoch. Zum Schluss hin erfreuten kontemplative Stücke, erneut von Cello und Keyboard begleitet: „Wäre die Freude nur immer so groß“, „Weihnachts-Wiegenlied“ und „Das Meer der Liebe“, allesamt wohlige Wärme verbreitend.

Den Schlussakkord setzte „Open the eyes of my heart“, eine englische Bitte an ihn, den vielgelobten Lord (Jesus). Der Song belebte die Anwesenden, die sich auf einen gemütlichen Ausklang im Rathaus freuen durften.

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