Hasel „Wir wissen genau, wo wir hinwollen“

Zum Neujahrsempfang hatte die Gemeinde Hasel am Donnerstagabend ins Bürgerhaus eingeladen. Im Mittelpunkt stand dabei die Neujahrsrede von Bürgermeister Helmut Kima.

Hasel (os). „Wir haben ein störungsfreies und doch ereignisreiches Jahr erlebt und können dank vieler ehrenamtlich engagierter Mitbürger zuversichtlich in die 2020er Jahre gehen.“ Das sagte Bürgermeister Helmut Kima beim Neujahrsempfang der Gemeinde am Donnerstagabend im Bürgersaal.

Rückblick

Kima freute sich nach dem musikalischen Auftakt durch das Akustik-Trio „Projekt X“ mit Simone Strohmeier, Sascha Eichin und Heiko Schöne darüber, dass wieder sehr viele Mitbürger der Einladung zum Neujahrsempfang gefolgt waren, und darüber, dass darunter viele jüngere Hasler waren. Weniger Freude, so Kima, habe ihm 2019 gemacht, dass in Deutschland neue Mauern errichtet und Gräben aufgeworfen wurden, etwa durch Fremden- und Ausländerhass, Antisemitismus und Rassismus. Aber auch die kontroversen Diskussionen, angefangen beim Fleischkonsum über Flugreisen, Kreuzfahrten und Verbrennungsmotoren bis hin zu Feuerwerken, sprach das Hasler Gemeindeoberhaupt in seiner Neujahrsansprache an. Eine ordentliche Streitkultur müsse her, und da könne man sich an Hasel durchaus ein Beispiel nehmen, sagte Kima. Dann leitete Kima zum Blick aufs Geschehen im Dorf über. Diskussionskultur etwa pflege man im neu formierten Gemeinderat, in dem zu arbeiten auch im 21. Jahr seiner Amtszeit Freude bereite, sagte Kima. Er sei froh darüber, dass es in Hasel genügend Menschen gebe, die anpacken und so den Zusammenhalt stärken. 2019 sei mit der 150-Jahr-Feier des Musikvereins und dem Versuch des Mountainbikers Kai Saaler, den Guinnessbuchrekord von 18 304 Höhenmetern in 24 Stunden zu überbieten, und vielen weiteren kleineren und größeren Events der Vereine ein schönes Jahr gewesen, befand Kima. Das sonstige kommunale Geschehen bezeichnete er als „Business as usual“.

Ausblick

„Wir wissen sehr genau, wo wir in diesem Jahr hinwollen und auf was wir uns zu konzentrieren haben“, sagte Kima. Er nannte konkret die Planungen für das Wohngebiet „Kaiden“ und für den Neubau des Gemeindebauhofs. Es gelte, diese beiden Projekte möglichst gut und ohne Kostenüberschreitungen umzusetzen. Der Auftrag für die Erschließung des Baugebiets „Kaiden“ ist bereits erteilt; die Rohbau- und Zimmererarbeiten für den Bauhof sind ausgeschrieben. Die beiden Investitionsmaßnahmen seien für die 1100-Seelen-Gemeinde nicht nur bedeutend, sondern auch so groß, dass Gemeinderat und Verwaltung gefordert sein werden, sagte der Bürgermeister. Er nannte als weitere Investitionen unter anderem dem Kauf neuer Einsatzjacken für die Feuerwehr, neue Möbel für die Grundschule und die Neugestaltung des Schulhofs. Vorgesehen ist auch ein Notfallplan im Falle länger anhaltender Stromausfälle. Ihm sei nicht bange, dass man all die Herausforderungen gemeinsam schaffen werde, sagte der Bürgermeister.

Beim Blick auf den Veranstaltungskalender 2020 freute er sich darüber, dass „unsere kleine Gemeinde weiterhin sehr lebendig und lebenswert sein wird“.

Ehrungen

Der Neujahrsempfang wurde auch genutzt, um Mehrfach-Blutspender zu ehren. Die entsprechenden Urkunden und Ehrennadeln des DRK und ein Präsent der Gemeinde gingen (in Abwesenheit) an Anke Bauer für zehnmaliges Blutspenden und Wolfgang Geiger für 25-maliges Blutspenden. Anwesend war Markus Dieterle, den es für eine sehr außergewöhnliche Zahl von Blutspenden zu ehren galt. 75 Mal bereits hatte er sich beim DRK zum Blutspenden eingefunden. „Das ist vorbildlich, wie sich Markus Dieterle in den Dienst der Allgemeinheit stellt“, sagte Kima unter dem Beifall der Gäste. Des Weiteren ehrte er Mitbürger, die sich freiwillig einbringen, ohne dass sie in einen Verein oder eine Organisation eingebunden sind. Gemeint waren Hasler, die sich um die Pflege von Pflanzen beim Dorfplatz und auf öffentlichen Verkehrsinseln kümmern oder regelmäßig die Blumen in den Blumenkästen der Gemeinde gießen. Anwesend waren die „Grünpflegerinnen“ Lieselotte Döbele und Renate Scholz, die vom Bürgermeister ein Blumenpräsent erhielten. Das Ehepaar Gretel und Hans Geiger hört altersbedingt mit der Blumenpflege auf. Beide konnten beim Neujahrsempfang nicht anwesend sein; sie werden später ein Blumenpräsent von Bürgermeister Helmut Kima überreicht bekommen.

Dank

Abschließend dankte Bürgermeister Kima den Mitgliedern des Gemeinderates für die schöne Geste, Häppchen für den Bürgerempfang zu richten und sich auch um den anschließenden Umtrunk zu kümmern. Zuvor hatte er seinem Rathaus-Team gedankt und dabei auch auf personelle Veränderungen hingewiesen. Wie vor 21 Jahren, als er erstmals zum Bürgermeister gewählt wurde, habe es in der Verwaltung einen Umbruch gegeben, der in diesem Jahr mit dem Ausscheiden der Kassenverwalterin Erika Müller nahezu komplettiert werde. Zum Jahresende seien die langjährige Verwaltungsmitarbeiterin Brigitte Groß und der dienstälteste kommunale Mitarbeiter, Horst Häfele (32 Jahre bei der Gemeinde), in einer kleinen, internen Feier in den „wahrhaftig wohlverdienten Ruhestand“ (Kima) verabschiedet worden.

Beide hätten viel für das Dorf getan, und deshalb sei es ihm ein Anliegen, ihnen ihm Rahmen des Neujahrsempfang ganz herzlich zu danken.

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