Vor acht Jahren begab sich Nadine Kiefer aus Gersbach erstmals auf eine große Reise nach Neuseeland und schwamm mit Orcas.

Hausen (kb). Der Erhalt der Pflanzen- und Tierwelt lag ihr am Herzen, ebenso der Reiz der unterschiedlichen Landschaften und vor allem die Begegnung mit Menschen und das Erleben der Vielseitigkeit der Nationen und Kulturen.

Das Fernweh ist ihr geblieben, und so erfüllte sie sich in den Jahren 2014 und 2015 einen Kindheitstraum, Orang Utans in freier Wildbahn zu treffen. So machte sich die heute 28-jährige Nadine Kiefer auf den Weg um die Welt und durchstreifte 16 Länder in 15 Monaten, oftmals abseits der Touristenwege, hauptsächlich mit Bahn, Bus und zu Fuß.

Singende Dünen

Vom ersten Teil ihrer Weltreise, auf dem Landweg nach Indonesien in acht Monaten, berichtete die liebenswürdige Weltenbummlerin beim Frauentreff Hausen anschaulich in Wort und Bild und ließ die Zuhörer teilhaben an ihren Erfahrungen.

Mit dem Bus ging es zuerst durchs Baltikum nach St. Petersburg, dann nach Moskau, mit der Transsibirischen und Transmongolischen Eisenbahn zum größten und tiefsten See der Erde, dem Baikalsee. Typisch für Nadine Kiefer dabei: Sie schlief im einfachsten Abteil der Bahn und hatte dadurch eindrückliche Erlebnisse; sie schloss erste Bekanntschaften. Unvergesslich waren die Tage im Reich Dschingis Khans, der Mongolei, eine Fahrt zu fünft durch die vielseitige Gobiwüste zu den „singenden Dünen“ und „flammenden Klippen“, zum Leben in den Zelten von Rentiernomaden, wo beim Treiben der Schafe zur Wasserstelle auf dem Pferderücken mitgeholfen wurde.

Das Riesenreich China war das nächste Ziel, wobei auch Teile der nicht restaurierten großen chinesischen Mauer erwandert wurden. Vietnam, Kambodscha, entlang des Mekong, Laos und Thailand waren weitere Stationen. Baden mit Elefanten gehörte ebenso zum Programm wie der Besuch des Weltkulturerbes Angkor Wat. In Malaysia zeigte sich Nadine Kiefer beeindruckt vom harmonischen Miteinander der unterschiedlichsten Religionen, ihrer ersten Erkundung eines Regenwaldes mit vielen seltenen Tieren und Pflanzen.

Am Traumstrand

Höhepunkt war der Inselstaat Indonesien mit der hautnahen Beobachtung von ausgewilderten Orang Utans (wörtlich übersetzt: Waldmenschen), wodurch sie sich ihren Kindheitstraum erfüllte. Weihnachten und Neujahr erlebte sie an Traumstränden, sie schwamm mit Meeresschildkröten und erkundete die Welt unter Wasser. Die Menschen erlebte die Weltreisende als freundlich und hilfsbereit. Ihr Fazit war: viel gesehen, gehört und erfahren.

Den zweiten Teil ihres Reiseberichtes wird Nadine Kiefer voraussichtlich im kommenden Frühjahr im Frauentreff vorstellen, denn die nächste Reise nach Bolivien hat sie schon im Visier.