Hausen im Wiesental Aussichten sind nicht so schlecht

SB-Import-Eidos
Mit den Finanzen ist man derzeit in Hausen zufrieden. Foto: Jens Wolf/dpa

Die Gemeinderäte nahmen in ihrer Sitzung am Dienstag mit der Einbringung des Haushalts 2022 ein umfassendes Zahlenwerk des Rechnungsamts zusammen mit dem Auftrag in Empfang, sich in den Weihnachtsferien mit den Einnahmen und Ausgaben ihres Dorfs zu befassen, um im Januar den Haushalt dann zügig beschließen zu können.

Hausen (hjh). Dazu kamen viele weitere Themen, und die zwei letzten Sitzungsstunden des Jahres in der Festhalle hatten es demnach in sich. Bürgermeister Martin Bühlers Team hatte sich zum Jahresabschluss wohl vorgenommen, „klar Schiff“ zu machen und den „Dampfer“ damit flott zu machen für die in einer ausufernden Pandemie zu erwartende stürmische See, die zumindest zu Beginn des Jahres ein wenig ruhiger als erwartet vorzufinden sein wird. Zumindest finanziell.

Denn seinen Überblick über den Haushaltsentwurf krönte der Bürgermeister mit dem Hinweis: „So schlecht, wie es ursprünglich aussah, wird es im nächsten Jahr nicht werden.“ Bessere Steuereinnahmen und deutlich reduzierte Umlagezahlungen sorgen in fast allen Bereichen für schwarze Zahlen oder zumindest für die aktuell überall so begehrte „schwarze Null“.

Im Ergebnishaushalt geht Gemeinderechner Jörg Jost von ordentlichen Erträgen über 6 007 475 Euro und Aufwendungen von knapp sechs Millionen Euro aus, was unterm Strich ein Plus von 14 104 Euro ausmacht. Der Finanzhaushalt weist bei 5,8 Millionen Euro Einzahlungen und 5,3 Millionen Euro Auszahlungen im Ergebnishaushalt einen Zahlungsmittelüberschuss von 467 320 Euro und unterm Strich einen positiven Finanzierungsmittelbestand von knapp 75 000 Euro aus. Das führt unter anderem dazu, dass die Gemeinde wie im vergangenen Jahr schon auch 2022 auf Steuererhöhungen komplett verzichten wird.

Und Martin Bühler, der die Entwicklung bei den Steuereinzahlen – Steuereinnahmen von mehr als vier Millionen Euro stehen Umlagen über 1,56 Millionen Euro gegenüber, was einen Saldo von plus 2,5 Millionen Euro ausmacht – präsentierte, konnte freudestrahlend verkünden: „Es ist sehr, sehr lange her, dass wir solch positive Zahlen vorzuweisen hatten.“

Der kleine nachgereichte Dämpfer, dass die Umlagezahlungen in zwei Jahren wegen dieses positiven Ergebnisses voraussichtlich wieder steigen werden, konnte da weder den Zuhörern im Saal noch den Gemeinderäten die gute Stimmung vermiesen. Niemand fiel es sonderlich schwer, die anstehenden Investitionen über 2,7 Millionen Euro für Bürgerzentrum, Erschließung Gern-Dellen, Radstraße Bergwerkstraße/Burichweg oder die Kanalisation Bergwerkstraße/Wuhrstraße/Burichweg anstandslos zur Kenntnis zu nehmen, zumal der Bürgermeister trotz dieser Ausgaben Kredittilgungen über 312 000 Euro in Aussicht stellte und ankündigte, dass sich auch die Ergebnisrücklagen in den kommenden Jahren kontinuierlich von aktuell 644 883 Euro auf 816 716 Euro im Jahr 2025 erhöhen werden und sich auch der Finanzierungsmittelbestand von derzeit 135 489 bis zum Jahr 2025 auf 528 299 Euro nach oben bewege.

Einzig die Pro-Kopf-Verschuldung falle 2022 mit rund 888 Euro im Vergleich zum Landesdurchschnitt sehr hoch aus, sagte Bühler, verwies in diesem Zusammenhang aber auf die Arbeiten, die im Untergrund kaum sichtbar durchgeführt werden mussten und späteren Generationen zugute kommen werden.

  • Bewertung
    1

Umfrage

e64ef5d6-6fd7-11ec-9ca8-1335ebb5fb94.jpg

Die Narrengilde Lörrach will ihren Fasnachtsumzug und die Gugge-Explosion coronabedingt in den Juni verlegen. Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading