Hausen im Wiesental Besinnliches zum Jahresabschluss

Die drei Mitwirkenden am „Zuckerbrötli-Obe“ der Muettersproch-Gsellschaft (von links): Werner Wißmer, Heidi Zöllner und Hansfrieder Geugelin. Foto: Klaus Brust Foto: Markgräfler Tagblatt

Mit einer Klarstellung, die gleich erste Lacher im Hebelhaus nach sich zog, eröffnete die Vorsitzende der Muettersproch-Gsellschaft Gruppe Wiesetal, Heidi Zöllner, die letzte Veranstaltung im Jahr 2016.

Hausen. Ein Bekannter habe gehört, dass am Abend „Weihnachtsbäckerei“ sei. „Ich hoffe, dass die Mitglieder nicht den Teig mitbringen, sondern ihre zuhause gebackenen Weihnachtsplätzchen“, erwiderte Zöllner. Und diese standen reichlich und verlockend auf den Tischen.

Kurzfristig musste die Hauptakteurin Christa Heimann-Buß für den traditionellen „Zuckerbrötli-Obe“ aus persönlichen Gründen absagen, so dass das Trio „Blauewind“ nicht auftreten konnte. Doch Mundartdichter Hansfrieder Geugelin und Komponist Werner Wißmer gestalteten gekonnt einige heitere Stunden.

Hansfrieder Geugelin wünschte allen einen „Guete Obe“, wusste zu berichten, dass die Freundin Johann Peter Hebels, die Jungfrau Gustave Fecht, in Eimeldingen das Licht der Welt erblickte und bis zum Lebensende mit dem großen Dichter brieflich in Verbindung blieb.

Der Weinbauer Geugelin gab Kunde von manchen weinseligen Begebenheiten mit dem „Neuen“ und empfahl „Weinkuren“ zur Förderung der Gesundheit, gepaart mit Witzen und Anekdoten rund um den Rebensaft. Geu­gelin bekannte sich zur alemannischen Muttersprache, die Balsam für Fleisch und Blut sei und ritt eine Attacke gegen englische Ausdrücke im Dialekt, erzählte pointenreich aus dem Rentnerleben und dem Ärger mit Nachbars Katzen.

Einen adäquaten Begleiter hatte Geugelin mit Werner Wißmer mitgebracht, der flotte Eigenkompositionen wie „Fidelius“ oder „Ein Freudentag“ mit Keyboard und Handorgel spielte und seinen Kollegen bei Sologesängen wie „Das Weinlied vom Rebensaft“ begleitete.

Der zweite Teil des Abends war dem Advent und Weihnachten gewidmet. In einer Zeit der Hektik solle mehr Liebe geschenkt werden, war die Botschaft. Besinnliche Gedanken zum neuen Jahr stießen beim Publikum ebenso auf gute Resonanz.

Zwei Sololieder, „Advent“ und „Weihnachtsglocken“, umrahmten den stimmungsvollen Abschnitt, verbunden mit den besten Wünschen fürs neue Jahr und einem gemeinsam gesungenen „O du fröhliche.“

Heidi Zöllner ehrte Ilse Greiner, Horst Lehmann, Rudi Schneider und Bernd Wuchner für 40-jährige Zugehörigkeit zur Muettersproch-Gsellschaft und gab bekannt, dass bisher 12 147 Unterschriften für mehr „Alemannisch im Radio“ eingegangen seien und in Kürze in Stuttgart dem SWR übergeben werden. Allen Helfern, den Zuckerbrötlibäckerinnen und den Mitwirkenden dankte sie. Den Schlusspunkt des Abends setzte Heidi Zöllner mit dem selbst verfassten Gedicht „Mi Wunsch für d Welt“.

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