Hausen im Wiesental Bewegender Abschied von Mathias Heftrich

Beim kleinen Umtrunk: (von links) Chorobfrau des evangelischen Singkreises Hausen, Susi Röhr, der scheidende Dirigent Mathias Heftrich und Kirchengemeinderat Ulrich Röhr. Foto: Klaus Brust Foto: Markgräfler Tagblatt

Hausen (kb). Eine Ära ging beim evangelischen Singkreis am Sonntag zu Ende. Nach 18-jähriger Dirigenten- und Organistentätigkeit wechselt Gymnasiallehrer Mathias Heftrich zum Schuljahrsende in die Nähe von Karlsruhe.

Der gut besuchte Abschiedsgottesdienst, den Prädikant Klaus Opitz leitete, fand am Sonntagmorgen coronabedingt vor der evangelischen Kirche statt. Zum letzten Mal begleitete Mathias Heftrich „seinen Chor“ am Keyboard mit den Liedern „Aus Dörfern und aus Städten“, „Halleluja“ und „Alle Dinge dieser Welt.“

Der Segnung folgte die Dankesrede mit Rückblick von Kirchengemeinderat und Aktivsänger Ulrich Röhr. In Erinnerung rief der Redner das Kennenlernen des Musiklehrers am Schopfheimer Gymnasium durch drei Mitglieder des Singkreises bei einer Wanderwoche im Jahr 2003 auf der Insel Elba. Bereits drei Wochen nach Übernahme der Leitung im September trat Heftrich mit dem Singkreis beim Erntedankgottesdienst erstmals auf.

Die Handschrift des exzellenten Musikers zeigte sich in den folgenden Jahren. Mit großer Geduld und chorerzieherischer Arbeit entwickelte er das Können des Chores weiter. Nicht nur an den hohen Feiertagen sang der Chor; auch viele gemeinsame Auftritte gab es mit dem katholischen Kirchenchor Hausen auf dem „Lipple“, bei den Hebelfesten und Suppensonntagen des Krankenpflegevereins.

Im Gedächtnis bleiben der ökumenische Gottesdienst zum Hebelfest 2010 zu des Dichters 250. Geburtstag mit Landesbischof Fischer oder Chorkonzerte mit der Missa brevis von Mozart, zum 50-jährigen Bestehen des Singkreises mit Solisten und einem Instrumentalensemble oder zum Gedenken an Paul Gerhardt. Sehr gut kamen auch die vier Singprojekte mit Gastsängerinnen und Gastsängern in den vergangenen Jahren an.

Geschenke durften nicht fehlen; so gab es vom Singkreis ein Bild mit Szenen aus dem Chorleben und die besten Wünsche für den zukünftigen Lebensabschnitt.

Bewegt bedankte sich der scheidende Dirigent, der betonte, dass ihm neben der musikalischen Weiterentwicklung des Chores die menschliche Begegnung mit den Chormitgliedern wichtig geworden war und die harmonische Zusammenarbeit.

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