Hausen - Stephan Denk, Geschäftsfüher der Brennet GmbH, wendet sich in einem Brief an den Gemeinderat von Hausen. Er ärgert sich über wüste Beschimpfungen, die wegen der Abholzung des Brennet-Parks an seine Adresse gerichtet worden sind.

Er schreibt: „Inzwischen werde ich auf das Übelste beschimpft, angefeindet und bis ins Ehrenrührige gehende beleidigt, weil Teile des Gemeinderats unter Führung von Helmut Lang nicht aufhören, darüber laut zu philosophieren, wie man die Gemeinde und die Bevölkerung in Sachen Brennet-Park getäuscht habe. Ich bin überzeugt, dass die Mehrheit der Bevölkerung den gesamten Sachverhalt des Brennet- Park-Vorgangs gar nicht kennt.“

Lehrer und Schüler haben den Park gepflegt

Im Folgenden erinnert Denk an die Entwicklung des Parks in den vergangenen Jahren.

„Vor zirka 50 Jahren war es der Gemeinde ein dringendes Anliegen den Park – damals war es noch ein Park – zur Verfügung zu bekommen, um ihn für die Bürger nutzen zu können. Der Mietpreis war, wie immer in derartigen Dingen null Deutsche Mark, da wie üblich kein Geld bei der Gemeinde vorhanden war.

Robert Denk ist diesem Wunsche gefolgt und hat das Gelände nicht wie ursprünglich geplant erschließen und bebauen lassen. Ein Lehrer der ansässigen Schule hat sich zur Pflege des Parks bereit erklärt und diesen mit der ihm anvertrauten Schulklasse bis vor gefühlten zehn Jahren in Ordnung gehalten und der Bevölkerung zugängig gemacht. Nach der Pensionierung dieses Lehrers gammelte der Park vor sich hin und mutierte zu einem Dschungel der besonderen Art. Die Folge war, dass sich auf dem Terrain immer mehr Saatkrähen auf den hohen Bäumen ansiedelten, die die Nachbarschaft offensichtlich stark bis sehr stark gestört haben. Selbst die Bäume im Inneren des Geländes wuchsen so stark, dass selbst diese zur Gefahr für die um den Park verlaufenden Straßen und Häuser wurden. Reaktion von der Gemeinde mit sämtlichen Verantwortlichen war gleich Null, so dass wir uns verpflichtet sahen, etwas zu unternehmen. Wir haben daraufhin mit dem Bürgermeister Rücksprache genommen, logischerweise aber dem Gemeinderat keine Kenntnis über das weitere Prozedere gegeben. Damit haben wir der Gemeinde die Aufräumkosten gespart und verhindert, dass eine Lebensaufgabe für uns aus dem Brennet-Park erwächst.

Wo war Herr CDU-Vorsitzender Lang, als diese Missstände immer größer wurden? Wo war die Gemeinde mit gefühlten 20 Gemeinderäten?

Warum hat man den Park in den sechs Monaten der Kündigungszeit nicht wieder in den Zustand verbracht, in dem die Gemeinde ihn von uns vor 50 Jahren übernommen hat?

Anstatt sich an mitteleuropäische Gepflogenheiten zu halten, hauen die verantwortlichen Damen und Herren mich persönlich lieber in die Pfanne (den Bürgermeister darf ich hier ausnehmen) und nehmen mich in eine Verantwortung, die ich überhaupt nicht habe.“

Abschließend berichtet Denk noch von einem Brief eines Kindes, das ihn „in nettester Form“ angeschrieben habe, weil es sich einen Spielplatz auf dem Gelände wünscht.

Alter von Gemeinderäten absenken

Denk ist nach eigenen Angaben bereit, diesen Wunsch zu erfüllen, wenn die Gemeinde das Spielgerät bezahlt, den Spielplatz plant und pflegt und den Pachtvertrag ausarbeitet, der eine Laufzeit von zehn Jahren haben soll.

Von diesem höflich geäußerten Wunsch ist Denk sehr angetan. Er empfiehlt den Bürgern von Hausen, „das Alter für Gemeinderäte auf zehn Jahre abzusenken, da offensichtlich diese Altersgruppe eher den Weg in die Zukunft findet als die Altersgruppe die derzeit regiert.“