Hausen im Wiesental Ein erfrischend heiterer Altennachmittag in Hausen

Beim Altennachmittag in Hausen begeisterte das Ehepaar Bettina und Bernd Bruzek aus Fahrnau mit Gesang und instrumentalem Spiel. Foto: Klaus Brust

Hausen - Eigentlich sollte das traditionelle Grillfest am Donnerstag im Schatten der großen Linde im Hof vor der Kirche stattfinden. Doch aufziehende Regenwolken und leichtes Tröpfeln verhinderte dies. Kurz entschlossen wurde das Ereignis ins evangelische Gemeindehaus verlegt, was dem Gelingen eines unterhaltsamen Nachmittags keinen Abbruch tat.

Wer würde die Senioren aus Raitbach, Sattelhof, Schweigmatt, Gersbach und Hausen in diesem Jahr musikalisch unterhalten, denn die über 20 Jahre lang aufspielende Rentnerband aus Maulburg hatte altershalber bedingt ihre Instrumente eingepackt.

Eine glückliche Hand hatte die Leiterin des Altennachmittagsteams, Helga Kundlacz, mit der Verpflichtung des Fahrnauer Ehepaars Bettina und Bernd Bruzek, die mit einem abwechslungsreichen Repertoire nicht nur die richtigen Töne, sondern auch den Geschmack der über 50 mitmachenden Besucher trafen.

Die aus der Pfalz stammende Bettina begeisterte mit ihrem sicheren Gesang und virtuosem Keyboardspiel, bestens unterstützt von dem gebürtigen Österreicher Bernd, der das Akkordeonspiel beherrscht, seine weiche Baritonstimme erklingen ließ und mit witzigen Moderationen die Stimmung anheizte und untermalte.

Zuerst standen zu Herzen gehende alpenländische Lieder auf dem Programm, darunter die von Hubert von Goisern bekannt gemachten Melodien „Weit weg“ und „Koa Hiatamadl“, wurden Geschichten aus den Bergen pfiffig gesungen und vorgetragen.

In einem zweiten Block waren Hits aus dem 20. Jahrhundert zu hören wie „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Marina“ und „Schuld war nur der Bossa Nova“. Bei den Weinliedern „Griechischer Wein“ und „Die kleine Kneipe“ sang das Publikum kräftig mit und schunkelte dazu.

Zum Abschluss hatten die begeisternden Musiker weitere stimmungsvolle Lieder vorbereitet und die Schönheit der Mundarten vorgestellt. Da wurde die Pfalz mit den Wirkungen eines „Schorle“ besungen, ertönte das „Wäldermaidli aus Vogelbach“, war die Schweiz mit „Vo Luzern uf Wäggis zue“ vertreten, wurde das Jodeln in fünf Minuten mit „Holladiradio“ erlernt.

Für alle Wetterlagen geeignet hieß es: „Es schiffet.“ Nach dem besinnlichen „Servus pfüat Gott“ und tollem Applaus sangen alle bei der Zugabe den bekannten „Bajazzo“ mit.

Das musikalische Programm wurde durch Gedichtbeiträge über den Sommer, eine Grillparty und Anekdoten von Stardirigenten und Komponisten aufgelockert, dargeboten von Klaus Brust. Der gesellige Nachmittag endete mit dem Verzehr der beliebten Grillwurst und der Ehrung der Geburtstagsjubilare der Monate Juni und Juli.

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