Hausen im Wiesental „Eisenwerk“ wird wilde Tanzbar

Walter Golczyk (v. l.) Arno Schorrer-Maier und Axel Klöber bilden ein musikalisches Trio, das im „Eisenwerk“ Rock’n’Roll- und Blues-Hits spielte. Foto: Heiko Trefzger Foto: Markgräfler Tagblatt

Von Heiko Trefzger

Die Vielseitigkeit seiner Musikveranstaltungen stellte das „Eisenwerk“ in Hausen in diesem Monat wieder unter Beweis. Während sich am vorletzten Wochenende vorwiegend Fans der härteren Musik für die Metal-Nacht im Eisenwerk eingefunden hatten, gab es am Samstag eine schwungvolle Tanz-Nacht mit der Band „Dr. Vielgut“ aus Freiburg.

Die drei Profimusiker Arno „Ios Stickos“ Schorrer-Maier (Schlagzeug), Axel „Chris“ Klöber (Klavier) und „Little“ Walter Golczyk (Gesang, Gitarre und Mundharmonika) widmeten sich vor allem tanzbarem Rock’n’Roll und Blues.

Der Funke sprang spontan über und bereits nach kurzer Zeit konnte keiner mehr die Beine stillhalten. Es wurde gefeiert, mitgesungen und vor allem getanzt. So verwandelten einige Paare das Pub in eine wilde Tanzbar.

Mit Minimalequipment und in Minimalbesetzung stellten „Dr. Vielgut“ unter Beweis, dass es für gute Musik nicht viel bedarf. So bearbeitete Arno Schorrer-Maier auf beeindruckende Art und Weise sein Mini-Schlagzeug, während Pianist Axel „Chris“ Klöber mit der linken Hand den Bass und rechts virtuose Orgel- und Klaviersoli zum Besten gab. „Little“ Walter Golczyk war à la Bob Dylan lediglich mit einer akustischen Gitarre und Mundharmonika ausgestattet, aber mit einer unglaublichen Stimme gesegnet – vor allem, wenn man sein Alter von 76 Jahren bedenkt.

Kein Wunder, dass es der Sänger bei „The Voice Senior“ in diesem Jahr bis ins Halbfinale geschafft hat.

Bei „The Voice Senior“ am Start

Publikumsnah hängte „Dr. Vielgut“ ihre handgeschriebene Songliste einfach im Großformat über die Bühne. Spezielle Publikumswünsche, wie den bekannten „Black Crowes“-Song „Hard to handle“, den Walter Golczyk auch bei „The Voice“ präsentierte, wurden kurzerhand erfüllt. Durch ihren besonderen Draht zu ihren Gästen, ihre offene und zugängliche Art und nicht zuletzt die jahrzehntelange musikalische Erfahrung bereicherte „Dr. Vielgut“ das Eisenwerk um einen ganz besonderen Konzertabend und begeisterte das Publikum , das zum Abschluss eine Zugabe forderte.

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