Hausen im Wiesental Fasnacht im kommenden Jahr ist noch in der Schwebe

Markgräfler Tagblatt
Die neue Zunfträtin Sabrina Stoffel, Vorsitzender Björn Keller und der neue Aktivbeisitzer Dominik Klement (von links); nicht anwesend war die neue Zunfträtin Katharina Kaiser. Foto: Gudrun Gehr

Hausen (ger). Vorsitzender Björn Keller hatte zur Hauptversammlung in die Festhalle eingeladen und rund 50 Mitglieder mit den Angehörigen der  Schellewercher, Irrlichter und  Dorfhexeclique waren seinem Ruf gefolgt.  Genau genommen hatte er zu zwei Mitglieder-versammlungen geladen, da die beiden letzten im Jahr 2020 und 2019 der Pandemie zum Opfer gefallen waren. 

Rückblick auf 2019

Zunächst hielt Keller Rückblick ins Jahr 2019, hier zählte die Narrenzunft insgesamt 231 Mitglieder, darunter 170 Passivmitglieder. Er berichtete von erfolgreich verlaufenen Veranstaltungen vor Ausbruch der Pandemie. Man nahm an verschiedenen Fasnachtsumzügen, darunter in Ettenheim, Oberkirch und Sulzburg, teil.  Auch das Narrenbaumstellen, der Zunftabend, das Schnitzelbanksingen, das Narrengericht, Fasnachtsverbrennung und Schiibefüür verliefen erfolgreich. Ebenfalls wurden sechs Altpapiersammlungen durchgeführt. 

Die Sprecher der Fasnachtscliquen berichteten von ihrer Enttäuschung über die überwiegend reduziert ausgefallene Fastnacht 2020. Als sich die Vorzeichen verdichteten, dass auch die Fasnacht des Folgejahrs ausfällt, vertiefte sich die Trauer der Narren.

„Narresome“-Sprecherin  Sabrina Stoffel berichtete von einer stattlichen Nachwuchs-Schar mit 24 Kindern zwischen zwei und siebzehn Jahren. Unter den „Narresome“  sind vier Hexen, neun Schellenwercher und elf Irrlichter.  Seit 2020 wechselten vier Kinder zu den Aktiven. An der Fasnacht 2020 nahmen die Kinder an den Umzügen in Zell und in Hausen teil.

Stolz ist Sabrina Stoffel: „Wir hatten das Glück, dass ein Kind vom Narresome ausgelost wurde, um beim SC Freiburg im Häs im Stadion Spalier zu stehen. Das Glück hatte ein Schellenwercher. Da Fasnacht 2021 nicht stattfand, wurde im Dorf ein Malwettbewerb für die Kinder organisiert, wo die Kinder malen und basteln konnten, was sie denn gern an der Fasnacht dargestellt hätten.  Alle teilnehmenden Kinder erhielten ein kleines Präsent. 

Kassenbericht

Rechner Jörg Thum berichtete von einem  positiven Kassenstand im Jahr 2019. Auch gab es eine Corona-Hilfe vom Land in Höhe von 1100 Euro. Thum meinte: „Wir sind trotz des Corona-Jahrs noch recht gut davongekommen.“  Die Kasse wurde von Steffi Berger und Sabrina Stoffel mit einwandfreiem Ergebnis geprüft. 

Wahlen

Gemeinderätin Renate Oswald leitete die Neuwahlen, die für 2019 nachgeholt werden mussten. Die Wahlen in offener Abstimmung verliefen jeweils einstimmig, nunmehr ist der „Ölferrat“ – zumindest bis zu den nächsten Wahlen 2022 – komplett. In ihren Ämtern bestätigt wurden: Vorsitzender Björn Keller, Claudia Vogel (zweite Vorsitzende), Jörg Thum (erster Kassierer), Waltraud Eichin (zweite Kassiererin), Martina Kallfaß (Schriftführerin), Dominik Klement (Aktivbeisitzer, neu im Amt) und Jörn Oßwald (Passivbeisitzer);  

Zunfträte sind: Antje Kärcher, Roland Gessner, Sabrina Stoffel (neu), Katharina Kaiser (neu), Mario Brugger, Axel Dörflinger, Dirk Allinger. Narresome-Beauftragte ist Sabrina Stoffel. Bestätigt im Amt wurde ferner Mario Brugger (Zeremonienmeister), neu im Amt ist Maike Jacob (Materialverwaltung).

Rückblick auf 2020

Vorsitzender Björn Keller meinte: „Für 2020 habe ich so gut wie nichts zu berichten.“ Die einzige Fasnachtsaktivität war die Fertigung einer „Notausgabe“ der Fasnachtszeitung, die von den Mitgliedern innerhalb von zwei Stunden verkauft wurde. Trotz des neuen Pandemiejahrs und der nicht durchgeführten Veranstaltungen war der Kassenstand laut Rechner Jörg Thum noch zufriedenstellend. Die Kasse wurde von Sascha Ehret und Sabrina Stoffel mit tadellosem Ergebnis geprüft. 

Ausblick

Zunftmeisterin Claudia Vogel meinte: „Inwieweit die Fasnacht 2022 bei uns stattfindet, ist noch in der Schwebe.“  Kaum durchführbar sei eine Straßenfasnacht, die mit Masken und Absperrungen vollzogen werden soll. Auch sei es schwierig, Maßnahmen im Rahmen der 2-G-Regelung zu ergreifen, bei der nur geimpfte und genesene Besucher zugelassen würden. 

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