Hausen im Wiesental Für Altlastenbeseitigung ist der Käufer zuständig

Markgräfler Tagblatt, 13.07.2018 22:00 Uhr

Hausen (chs). Das Markus Pflüger-Heim, eine Einrichtung des Eigenbetriebs Heime des Landkreises Lörrach, will in Hausen ein Pflegeheim mit 60 Plätzen errichten. Der Kreis hat mit der Stadt einen Optionsvertrag abgeschlossen, der es dem Kreis ermöglicht, das Grundstück auf dem Autokabel-Areal zu kaufen. Probleme verzögern das Projekt. Der Boden des Areals ist mit Schadstoffen belastet. In ihm fand man Blei- und Arsenrückstände, die Hinterlassenschaften des Bergbaus im oberen Wiesental sind. Gemeinde und Kreis sind sich nun uneins darüber, wer die Kosten für die Entsorgung des kontaminierten Bodens trägt. Eigenbetrieb Heime-Leiter Reinhard Heichel rechnet mit Kosten von bis zu 40 000 Euro. Die Gemeinde verweist darauf, dass sie das Grundstück „altlastenfrei“ bekommen hat und der Käufer verpflichtet ist, die Kosten für die Entsorgung der Altlasten zu tragen. Weil der Kindergarten einen Umbau ihrer Gebäude realisiert, ist es erforderlich, dass der Kreis sein Bauvorhaben mit dem der Stadt, der Träger der Einrichtung ist, abspricht.

Eine Bürgerin hatte in der letzten Sitzung nach der Entwicklung auf dem Sutter-Areal gefragt. Der Kreis wollte hier ursprünglich eine stationäre Einrichtung der Wiedereingliederungshilfe mit bis zu 20 Plätzen errichten. Zwei Dinge stehen dem Projekt im Weg. Hausen möchte auf dem Areal auch eine „touristische Nutzung“ (Café oder ähnliches) realisiert wissen.

Ferner fördert das Bundesteilhabegesetz kleinere Wohngruppen für Behinderte, was dem Markus-Pflüger-Heim bei der Realisierung seines Projektes nicht nützt. Der Gemeinderat muss nun überlegen, wie das Gelände genutzt werden kann. Investoren wollen das Gelände entwickeln.

 
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