Hausen im Wiesental Gewässerlage ist deutlich verbessert

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Das Unternehmen Energiedienst hat Grund zur Freude, da nach mehreren Monaten Bauzeit die neue Fischauf- und Abstiegsanlage beim Wasserkraftwerk in Hausen fertiggestellt wurde.

Hausen (ger). Ziel der Arbeiten war die ökologische Aufwertung des Wasserkraftwerkes, um das Gewässer durchgängig für Fische zu gestalten. Diese sollen nunmehr einfach und gefahrlos das Stauwehr und das Wasserkraftwerk Hausen I Bergwerk passieren können.

Der Energieversorger erhöhte zudem die Restwassermenge im Fluss Wiese und verbesserte die Gewässerstruktur.

Nun sorgt ein neuer Rechen zum Fischschutz am Kanaleinlauf dafür, dass die Wanderung der Fische nicht mehr im künstlichen Kanal landet, sondern im natürlichen Gewässer als Hauptlebensbereich.

Über einen Bypass werden die Fische am Kraftwerk in eine naturnahe attraktive Umgehung, einen sogenannten Raugerinne-Beckenfischpass, eingeleitet.

Es gab allerdings auch Rückschläge für den Bauherrn. Aufgrund von Planungs- und Baumängeln war das erste Ergebnis nicht befriedigend.

Nunmehr sind jedoch alle technischen und behördlichen Erfordernisse erfüllt.

Ein großer Anteil der Aufwertung ist die Erhöhung der Restwassermenge in der Wiese. Vor den Baumaßnahmen lag sie bei 50 Litern pro Sekunde, nunmehr ist sie zwanzig Mal höher mit 1000 Litern.

Auch eine naturnahe Gewässerstruktur wurde geschaffen, durch Hindernisse in der Ausleitungsstrecke konnte das Lebensraumangebot für die Fische noch erhöht werden. Asset-Manager Thomas Rothmann von Energie Dienst sagte: „Durch die ökologische Aufwertung konnten wir eine deutliche Verbesserung der Gewässersituation erreichen.“ Hierdurch würden Fauna und Flora gewinnen, Energiedienst würde hier auch eine geringere Produktion in Kauf nehmen.

In die Arbeiten zur Aufwertung des Wasserkraftwerks Hausen Bergwerk investierte Energiedienst rund 670 000 Euro.

Bereits vor fünf Jahren wurde die Turbinenanlage des Kraftwerks Hausen I modernisiert. Seit 2015 betreibt Energiedienst die drei Wasserkraftwerke „Hausen I“, „Hausen II“ und „Brennet“. Die Kraftwerke wurden für 40 Jahre im Erbbaurecht gepachtet.

Energie Dienst betreibt 17 Kleinkraftwerke, davon 14 im Schwarzwald. Das Kleinkraftwerk Hausen I produziert durchschnittlich 1,2 Millionen Kilowattstunden.

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