Hausen im Wiesental „Heugumbersuppe“ auf der Karte

Die Schitzelbänkler hatten bei ihrer Tour durchs Hebeldorf wieder allerhand Spottverse im Gepäck. Foto: Hans-Jürgen Hege

Hausen  - Auch in diesem Jahr durften sich die Narren im Hebeldorf wieder über den Fortbestand einer lieb gewonnenen Tradition freuen: das Schnitzelbanksingen.

Am Freitag gingen Mario Brugger und Jörg Thun zusammen mit dem Hebelmusik-Sextett und Peter Schwald als „Drülli“ der „Helgen“ des talentierten Hobby-Karikaturisten Roland Gessner auf Tour durch die Kneipen des Dorfes.

Im Sportheim starteten sie mit ihren Spottliedern auf die kleinen „Großereignisse“, welche die Welt oder auch ein paar Dorfbewohner in Atem gehalten hatten.

Aufs Korn nahmen die Herren dann auch im Eisenwerk, im „Läubin“ und am Ende im „Adler“ beispielsweise die Lehrer, die wegen zu kurzer Ferien dazu übergegangen seien, die Schüler freitags demonstrieren zu lassen.

Ausdrückliches Lob gab es für den neuen Parkplatz für die Hallenbesucher in der Baldersau, der lediglich einen ganz winzigen Nachteil habe: „Gäste von auswärts tun gehörig fluche, chunsch vom Parkplatz muesch dann erscht noch d’Halle suche.“

Auf die Schippe nahmen die Schnitzelbänkler nicht nur den Hausener Künstler, der zur besten Sendezeit mit rabenschwarzen Füßen im Mittelpunkt einer Fernsehsendung gestanden habe, sondern auch die beiden Dorfbewohner, die das Eierspringen in Eichen verpasst hatten, weil sie zu lange den nicht vorhandenen See gesucht hätten.

Schließlich wunderten sie sich über Zuwachs auf so mancher Speisekarte: „Für 3.50 kriegsch e Mehlwurm-Frikadelle mit Heugumbersuppe, als Gourmet muesch fascht no e Raupe mit Spinat ha – früher hesch die Viecher gratis im Salat gha.“

Auch ein kleiner Ausflug nach Berlin durfte natürlich nicht fehlen: „Unsre Regierig die isch numme noch zum Lache. Rot und Schwarz duen nur Komödie mache. S’goht nümm‘ um d’Sach, so goht numme no um Pöschte, so duehn si Wahlkampf mache für die brune Pföschde“, schimpften die Schnitzelbanksänger, die auch um den Papst keinen Bogen machten. Der stelle sich bei den Diskussionen um die Abschaffung des Zölibats wohl die Frage, ob er sich in seinem Alter wirklich noch eine Ehe antun müsse.

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