Hausen im Wiesental Hits für eingefleischte Fans

„Born to be wild“: „Station Four“ sorgte für große Gefühle.                                                                                                                                                                                                   Foto: Gudrun Gehr Foto: Markgräfler Tagblatt

Endlich wieder Live-Atmosphäre dachten sich die Fans der Rock-Formation „Station Four“ und füllten den Biergarten im urigen „Eisenwerk“ in Hausen. Erlaubt waren aufgrund der Corona-Verordnung etwa 40 Besucher, die hier im Rahmen der „This Baby Tour 2020“ der Rockband Platz fanden.

Von Gudrun Gehr

Hausen. Auch zwei Wechsel hatten innerhalb der Besetzung der Band stattgefunden. Neuer Gitarrist ist Nicolai Brugger, und am Schlagzeug sorgt Tobi Koch für handgemachten starken Druck. Frontman Heiko Trefzger berichtete von einer weiteren Neuerung für den Abend: Er wollte sich für diesen Abend nur intensiv dem Gesang und seinen Bluesharps widmen und hatte sein Keyboard zuhause gelassen. Björn Bellmann präsentierte sich am Bass und mit Gesang.

Die Tour der Rockband wurde jedoch durch die Pandemie vorzeitig beendet, auch darüber hinaus wurden einige Termine gestrichen, auf die man sich gefreut hatte. Allerdings ergab sich beim Klappstuhlkonzert im Ludingarten Wehr im Juli wieder eine Gelegenheit, sich den begeisterten Fans zu präsentieren. Auch ein anderes Problem machte den Musikern zu schaffen: Der Proberaum ist seit Januar abhanden gekommen, seither behilft man sich kreativ und probt nunmehr zuhause. Unter dem Motto „Grill & Chill“ startete die Band mit altbekannten und neu interpretierten Songs, begleitet vom appetitanregenden Duft gegrillter Bratwürste und Steaks.

Mit einem fetzigen Intro von „Walking by Myself“ von Gary Moore startete das mehr als zweistündige Konzert im luftigen Schopf des Lokals, wo die Band mit ihren Instrumenten und Verstärkern Unterschlupf vor den drohenden Regenwolken fand. Schlag auf Schlag wurden die eingefleischten Rockfans begeistert mit neuen Arrangements von Songs aus den 70er bis 80er Jahren, darunter Lieder der Beatles, der Stones, von Joe Cocker oder Chuck Berry.

Mit Beifall wurden Stücke von ZZ Top quittiert. Das von Gitarrist Nicolai Brugger neu und außergewöhnlich interpretierte Solo in „Hey Joe“ von Jimi Hendrix erlangte Sonderapplaus. Rockröhre und Frontman Heiko Trefzger mit seinen Harps fügte der Begeisterung noch das i-Tüpfelchen hinzu.

Nach der Pause wurde die Band bei einigen Stücken von einer Sängerin begleitet. Ohne Zugabe durfte sich die Band natürlich nicht verabschieden: Was gäbe es für einen passenderen Gute-Nacht-Gruß für den Heimweg in der kühl gewordenen Nacht als „Born to be Wild“ von Steppenwolf.

„Station Four“ sucht einen Proberaum, der gerne zwischen Wehr und Rheinfelden liegen darf. Einzige Voraussetzung wäre ein Stromanschluss und Trockenheit (Info@stationfour.de).

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