Hausen im Wiesental Huuse Ho, jetz isch die Narretei vorbei

Heftig hoch geschlagen hatten die Stimmungswogen in Hausen in den letzten Wochen der Fasnachtskampagne 2020. Eher ruhig ging es beim Abschluss der Kampagne, bei der Fasnachtsverbrennung und Schlüsselrückgabe an Bürgermeister Martin Bühler zu.

Von Ralph Lacher

Hausen. Vorangegangen war dem kurzen Amts-Wieder-Einführungs-Zeremoniell ein Trauermarsch von überwiegend schwarz gekleideten Närrinnen und Narren sowie der „Sargträger“ von den Schellewerchern (letztmalig im Kostüm), angeführt von Ehren-Oberzunftmeister Mario Brugger am Saxophon. Die Trauergemeinde begleitete die Puppe „Fasnacht 2020“ auf deren letztem Weg vom Fasnächtler-Stammdomizil „Adler“ und stellte sie auf dem Schulhof auf.

Oberzunftmeister Björn Keller verkündete mit doch etwas heiserer Stimme, was die Stunde geschlagen hat für die Fasnacht auch in Hausen: „Huuse Ho, jetz isch vorbei, mit dere schöne Narretei, sechs Dag lang hän mir Fasnacht gmacht, hän gsunge, gschunkelt, danzt un glacht. Hän gmeint mir chönne alles toppe, un dänkt nüt wo uns cha stoppe. Doch hüt isch wieder alles umme un mir stön grad wie di Dumme. Dem Fasnachtskerli sag i grad, bisch gsi e guete Kamerad. Doch jetzt muesch du arme Chaib gli brenne, un mir stön do un duen nur flenne. Doch sgit ä Troscht un des i sag, s`goht nur 241 Dag, bis wieder Ölfte-Ölfte isch, no simmer wieder froh un frisch. Denn eins isch sicher, eins isch klar, ä rächte Mensch isch au ä Narr. Mir löhn jetzt unsri Fasnacht go, mit eme ledschte Huuse-Ho!“

Sprach’s, und ein Schellewercher trat mit der Fackel zur Puppe. Die brannte angesichts des Nieselregens erst nach Anlaufschwierigkeiten und mit ziemlicher Rauchentwicklung. Dann illuminierte sie aber doch den Schlüsselrückgabe-Akt von Björn Keller an den Bürgermeister. Martin Bühler hielt den Schlüssel mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen fast triumphierend hoch, lobte die Narretei in Hausen ob ihrer Qualität, freute sich über den durchweg heiteren, friedlichen Verlauf aller Veranstaltungen und freute sich für den Oberzunftmeister über die Pause bis zur nächsten Kampagne - die mögen die Narren zur Regeneration aller Sinne nutzen, um dann wieder voll fit und motiviert eine tolle Kampagne 2021 hinzulegen, hoffte Bühler. Nach lautem Wehklagen des Auditoriums begab sich dieses – der „Fasnachtskerli“ war längst Asche­ – auf den Weg zum Fasnachts-Beizenbummel durchs Dorf.

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