Hausen im Wiesental Im Herbst 2021 soll’s losgehen

In der Turn- und Festhalle Hausen fand am Dienstag eine Gemeinderatssitzung unter Einhaltung der Corona-Verordnungen statt. Foto: Gudrun Gehr

Hausen - In der Festhalle Hausen tagte der Gemeinderat mit Bürgermeister Martin Bühler, wobei hier genügend Möglichkeiten für die gebotene Abstandsregelung vorhanden waren.

Die Kommunalaufsicht hat die Genehmigung des Entwurfes des Wärmeliefervertrages und des Fernwärmegestattungsvertrages zwischen der Gemeinde Hausen und den EWS in Aussicht gestellt, die Verträge liegen unterschriftsreif vor. 

Diplom-Ingenieur Jörg Weyden von der Energieagentur Südwest stellte als Referent die Eckpunkte der beiden Verträge mit den technischen Konzepten, den Effizienzmaßnahmen, den  Vertragslaufzeiten sowie die Gestattungsentgelte vor. 

Zusätzlich erklärte Daniel Weiß, Geschäftsführer der EWS, die grobe Planung zum Quartierskonzept.

In enger Abstimmung mit der Breitbandversorgung des Landkreises Lörrach sollen auch Glasfaserkabel für das schnelle Internet mitverlegt werden.

Er berichtete: „Wir werden im ersten Schritt so schnell wie möglich die kommunalen Gebäude mit Wärme beliefern. Ein Container mit Pelletheizung wird im nächsten Sommer beim Bauhof aufgestellt, die kommunalen Gebäude sollen ab Herbst 2021 versorgt werden.“

  ei den interessierten, angrenzenden Privatleuten sei die Wärmelieferung erst  im Zeitraum 2021 / 2022 realisierbar.

Weiß sagte: „Wichtig ist der EWS aus Wirtschaftlichkeitsgründen, dass sich möglichst viele Anwohner beteiligen. Es besteht auch noch ein gewisser Aufwand, die Hausener Bürger zu begeistern.“

Bürgermeister Martin Bühler freute sich: „Auch die Breitbandversorgung ist für Hausen ein Schritt in die nächste Generation. Wir benötigen die Datengeschwindigkeit genauso wie die Abwasserversorgung.“ 

Fraktionsvorsitzender Harald Klemm meldete sich zu Wort und bemängelte den vorgelegten Vertrag, der teilweise nicht schlüssig sei. Erwähnte Anlagen und ein Terminplan würden fehlen.  Auch wurde von den Gemeinderäten die Frage aufgeworfen, wer im Falle von Störungen im Nahwärmenetz haftbar sei.

Daniel Weiß meinte zum Zeitplan: „Wir benötigen zuerst ein fertiges Leitungsnetz, erst dann können wir Gebäude anschließen.“ 

Aber er zweifelte: „Wie wollen wir in drei Monaten  Heizanlagen von fünf Gebäuden ohne Wärmenetzbau erstellen?“

Ein Terminplan könne jedoch problemlos zum Vertrag erstellt werden. 

Bürgermeister  Bühler meinte: „Der Vertragsentwurf wird der Kommunalaufsicht übergeben, zwischenzeitlich können die Termine noch präzisiert und der Gemeinderat informiert werden.“ 

Der Gemeinderat stimmte einstimmig für den Entwurf.

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