Hausen im Wiesental „Mir sin lieber verruckt“

Christoph Schennen

Mit ihrem Schlager „Huuse ho, d’Fasnachtszit isch wieder do“ hat die Narrenzunft Hausen am „Ölfte Ölfte“ die fünfte Jahreszeit eröffnet. Begleitet wurden die Fasnächtler von den „Original Schnitzelbankmusikanten“.

Von Christoph Schennen

Hausen. Die Band besteht aus Ralf Bieri, Leon Bieri, Mario Brugger, Rolf Brutschin (alle Blasmusik) und Jörg Thum (Schlagzeug).

Baustellen-Odyssee   bis Malaysia

Im Mittelpunkt des Programms stand die Proklamation, die mit dem Motto der Fasnachtskampagne 2022 / 23 endete. Es lautet „Wenn des alles normal isch - sin mir lieber verruckt“. Bei der Proklamation wurden die zumeist beklagenswerten Ereignisse der vergangenen Wochen kommentiert. Zu ihnen zählten der Rückzug der Sparkasse, der Apotheke und einer Arztpraxis aus dem Dorf und die vielen Baustellen mit einer Länge vom „Adlerbrunnen bis zum Marktplatz nach Kuala Lumpur“, die dazu führen, dass sich „selbst Einheimische permanent in einem perfide ausgeklügelten Netz von Absperrungen und Umleitungen verirren“.

Die Proklamation wurde vom „hochwohlgeborenen Narrenrat“ verfasst und von Zeremonienmeister Mario Brugger vor dem Vereinsheim verlesen.

Pefferminzlikör war günstig

Später traten dann auch noch Jörg Thum und Mario Brugger als Schnitzelbanksänger auf. Sie trugen drei Strophen vor. In der ersten wird der Besuch einer Kommission auf dem Hebelfest beschrieben, um zu entscheiden, ob das Fest Weltkulturerbe wird. „Si sin sich einig chasch es seh, so Rüüsch die gits suscht niene mehr.“

In der zweiten Strophe ist „de Minut Harry“ zu Gast bei der Geburtstagsfeier der „Adler-Andrea“ und schenkt ihr gleich zwei Flaschen Pfefferminzlikör, weil „des Züüg des isch so günschdig gsi“, wie er bekennt. Und dann sang das Duo noch vom Flohmarktbesuch bei Helmut Lang, bei dem allerlei Gegenstände zu erwerben sind und bei dem dem Erzähler ein Missgeschick passiert. „I läng e Tschobe tescht de Stoff, doch dä bewegt sich, fascht gits Zoff, es bruehlt ein aua loss mi si, jetz merki s’isch de Helmut gsi.“

Durch das Programm führte mit viel Humor Oberzunftmeister Björn Keller. Er freute sich auch über den Besuch einer kleinen Delegation der Zeller Fastnachtsgesellschaft mit ihrem zu diesem Zeitpunkt noch amtierenden Hürus „Christoph, de ZM vom Adelsberg”.

Mit der Abordnung verbrachten die Schellewercher, die Dorfhexen, die Irrlichter und die Narresome einen geselligen Abend. Björn Keller schimpfte zwar ab und zu über die „Zeller“, aber das waren nur harmlose Frotzeleien.

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