^ Hausen im Wiesental: Narrenbaum in elf Minuten gestellt - Hausen im Wiesental - Verlagshaus Jaumann

Hausen im Wiesental Narrenbaum in elf Minuten gestellt

Ralph Lacher
Viele Helfer brachten den mit Symbolschildern der örtlichen Narren und ihrer „Verwandschaft“ versehenen Hausener Narrenbaum am Samstagmittag auf dem Schulhof in die Vertikale. Foto: Ralph Lacher

Fest: Auftakt für die Hausener Straßenfasnacht / Zeller Narren und Fanfarenzug sind mit von der Partie

Den erst vierten Narrenbaum stellte die Hausener Narrenzunft in ihrer immerhin 61-jährigen Geschichte am Samstagmittag auf dem Schulhof der Gemeinde Hausen auf.

Von Ralph Lacher

Hausen. Der Fanfarenzug aus der Nachbarschaft Zell im Wiesental intonierte närrische Gassenhauer auf dem Hausener Schulhof und untermauerte damit auch, dass man sich im Hebeldorf genauso wie in der Nachbarschaft auf eine „normale“ Fasnacht freut. Ein Gastspiel in der Nachbarschaft gaben die Zeller deshalb, weil man seitens der Narrenzunft Hausen zum Narrenbaumstellen als Auftakt für die Straßenfasnacht geladen hatte. Und bei Sonnenschein, aber dennoch frostigen Temperaturen waren viele Zuschauer auf den Hausener Schulhof zusammengekommen, um das Spektakel mitzuerleben.

Vierter Narrenbaum, der in Hausen gestellt wird

Pünktlich um 15.11 Uhr setzte sich eine stattliche Zahl von Hausener und Zeller Narren beim Gasthaus „Adler“ in Bewegung. Vorneweg der Zeller Fanfarenzug, dann folgten die „Schellewärcher“, „Irrlichter“ und „Dorfhäxe“ mit dem Narrenbaum auf einem Gefährt vor der Narrenzunft-Spitze um Oberzunftmeister Björn Keller.

Diese Narrenschar marschierte mit klingendem Spiel in Richtung Festhalle und Schulhof, wo schon eine große Zahl närrischen Fußvolks einschließlich der versammelten Führung der Narrenzunft Schopfheim mit Statthalter „Michi vom Eiemer See“ und Kinder-Statthalter „Carlos vo de Chranz-Kurve“ wartete.

Der Oberzunftmeister verkündete den Stolz der Narrenzunft, nach zwei Jahren Unterbrechung nunmehr zum vierten Mal einen Narrenbaum aufstellen zu können, begrüßte Abordnungen der Göttizünfte aus Zell und Todtnau sowie die Narrenzunft Schopfheim und freute sich über die schöne Kulisse unter strahlend blauem Winterhimmel.

Nach einem dreifachen „Huuse-Ho“ ging das knappe Dutzend schaffiger, kräftiger Narren ans Werk. Und innerhalb von närrisch passenden elf Minuten wurde der Narrenbaum mit den Symbolschildern der Zunft, der Göttis aus Todtnau, Zell und der örtlichen Cliquen versehen in die Vertikale gebracht.

Die „Schellewärcher“ sorgten mit Tauen für die Sicherheit des närrischen Machtsymbols, ehe Björn Keller ans aktuelle Hausener Fasnachtsmotto „Wenn des alles normal isch – sin mir lieber verruckt“ erinnerte.

Liebgewonnene Tradition fortführen

Zuvor hatte er den beiden Narrenbaumstell-Chefs Lucas Berger und Jan Schmidt gedankt, humorig mögliche geschichtliche Hintergründe eines Narrenbaums erwähnt und das Narrenbaumstellen in Hausen als lebendigen Teil der in Hausen seit über sechs Jahrzehnten von der Narrenzunft hochgehaltenen Fasnachts-Tradition bezeichnet. Keller untermauerte das mit gereimten Ausführungen: „Gönnt nit heim, bliebet do. Un brielet kräfitg Huuse Ho. Mir din jetzt Fasnacht gnieße, din mit Frohsinn umeschieße. Drum machet alli mit, damits ä schöni Fasnacht git. Denn wenn alles singt un lacht, wird z Huuse Fasnacht gmacht“. Die Narrenzunft-Gastgeber hatten Pavillons und Feuerstellen sowie Bewirtungsgarnituren aufgebaut – und so feierten die Gäste mit den Narren aus dem Dorf und der Nachbarschaft noch bis in den frühen Abend hinein.

Zuvor hatte Oberzunftmeister Björn Keller von Schopfheims Statthalter „Michi vom Eiemer See“ ein Eiemer Seewasser mit Alkoholgehalt und den Statthalter-Orden erhalten.

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