Hausen im Wiesental Porträts des Markgrafen-Paars verstauben

Bürgermeister Ernst Hug (re.) zusammen mit Maurermeister Ernst Weiß im Jahr 1959 im Obergeschoss des Hebelhauses. Foto: Gemeindearchiv Hausen / Repro: Elmar Vogt

Hausen - Vor 60 Jahren wurde mit der Einrichtung eines Museums im ehemaligen Haus der Eltern Johann Peter Hebels (1760 bis 1826) begonnen. Bereits 1957 machte der damalige Bürgermeister Ernst Hug dem Gemeinderat den Vorschlag, das Haus zum 200. Geburtstag Hebels als Museum einzurichten.

Bis 1958 war das Anwesen, das im Jahr 1562 erbaut wurde, bewohnt. Ein Jahr später wurde mit den Einrichtungsarbeiten für das Museum unter der Leitung von Baurat Ehrlich vom Staatlichen Hochbauamt in Schopfheim begonnen.

Die Einrichtung der Räumlichkeiten lag in den Händen des früheren Gewerbeschuldirektors Ernst Grether.

Bei der Einrichtung des Heimatmuseums hat man sich von dem Gedanken leiten lassen, das Hebelhaus in seiner guten alten Form zu erhalten und die Räume so einzurichten, wie sie zu Hebels Zeiten bewohnt waren. Diese mussten daher nach fachmännischen Überlegungen mit historischen Möbeln guter alter Handwerkskunst eingerichtet werden. Neben zeitgenössischen Tischen, Schränken und Truhen haben in einer kleinen Bibliothek die Werke der Hebelpreis- und Plakettenträger sowie Urkunden und Schriftstücke aus der Zeit Johann Peter Hebels Platz gefunden.

Am 8. Mai 1960 wurde das Museum für die Besucher geöffnet. Nach knapp 50 Jahren entschloss sich der Gemeinderat für ein neues Konzept als Literaturmuseum, das zum großen Hebelfest 2010 verwirklicht wurde.

Schade ist es um die historischen Porträtbilder des Markgrafen Karl Friedrich und seiner Frau Luise, die zusammen mit der Bibliothek in einem Gebäude in der Nähe des Museums aufbewahrt werden, um nicht zu sagen dort „verstauben und dahindümpeln“.

Die Gemeinde muss sich hier dringend um eine gute und dauerhafte Erhaltung Gedanken machen. Die Bilder könnten im Treppenaufgang des Rathauses aufgehängt werden. Als Schmuckstücke gehörten diese aber eigentlich in das Museum.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    0

Newsticker

blank

Umfrage

Von der Leyen hält ihre Bewerbungsrede in Straßburg

Ursula von der Leyen wurde vom EU-Parlament zur neuen EU-Kommissionspräsidentin gewählt. Halten Sie das für eine gute Entscheidung?

Ergebnis anzeigen
loading