Hausen im Wiesental Tätigkeiten im Zeichen der Mundart

Die „Muettersprochler“ setzen sich für den Erhalt der alemannischen Sprache ein: (von links) der scheidende Kassenprüfer Horst Oettle, Gruppenleiterin Heidi Zöllner, Kassiererin Gerlinde Gerspach, die Beisitzerinnen Gertrud Oettle, Helga Schmieg und Helga Schrank sowie die neue Kassenprüferin Herta Olschowka. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Zur Mitgliederversammlung der Muettersproch-Gsellschaft, Gruppe Wiesental, konnte die Gruppenleiterin Heidi Zöllner im Hebelhaus viele Gäste begrüßen.

Hausen. Im Jahresbericht erinnerte sie an elf Veranstaltungen mit Referenten aus dem Elsass, der Schweiz und aus Südbaden.

Rückblick

Viel Arbeit sei für die Vorbereitung und Durchführung dieser Abende nötig gewesen, sagte Heidi Zöllner, die sich außerdem als Koordinatorin von „Mundart und Schule“ nicht nur in der Theorie, sondern auch mit praktischer Arbeit für den Erhalt des Alemannischen eingesetzt hatte. Auch ein Wettbewerb mit Schulklassen sei durchgeführt worden, wobei die Gerhard-Jung-Schule Zell und die Angenbachtal-Schule in Häg-Ehrsberg zu den Preisträgern zählten.

Die Alemannische Nacht im April mit mehreren südbadischen Künstlern bescherte den Muettersprochlern eine volle Festhalle.

Im Dezember übergab der Vorstand des Hauptvereins in Stuttgart dem SWR eine Unterschriftsliste mit 12 000 Namen. Durch die Aktion setzt sich der Verein für mehr Alemannisch im Radio ein.

Kassiererin Gerlinde Gerspach berichtete von einem kleinen Überschuss in der Vereinskasse. Klaus Roths und Horst Oettle hatten die Kassenprüfung vorgenommen.

Wahlen

Wahlleiter Karl Heinz Vogt dankte zunächst dem gesamten Vorstand für die Planung und Durchführung der Veranstaltungen und konnte danach die fünf Vorstands-Damen in ihren Ämtern bestätigen.

Vorsitzende und Schriftführerin: Heidi Zöllner, Kassiererin: Gerlinde Gerspach, Beisitzerinnen: Gertrud Oettle (Tischschmuck), Helga Schmieg (Getränke und Hefezopf), Helga Schrank (Gläser). Klaus Roths wurde nach vielen Jahren als Kassenprüfer verabschiedet, an seine Stelle trat Herta Olschowka.

Anschließend stellten die Hobby-Dichter ihre Werke vor. Mehr als zehn der Anwesenden trugen im Dialekt oder auf Hochdeutsch Eigenes, Fremdes oder Übersetztes vor. Dabei waren deutlich bestimmte Interessengebiete zu erkennen: Einkaufen, Abnehmen, Rezepte, Diäten, Geburtstage, Kurgäste, Straßenverkehr, Rentner, ein fiktiver Brief von Hebel sowie die Erhaltung des Dialekts.

Ausblick

Am 16. März wird um 19.30 Uhr der bekannte „Namenspapst“ Prof. Konrad Kunze unter dem Titel „Himmelreich und Höllental“ die Herkunft von Orts-, Fluss- und Bergnamen im Südschwarzwald erklären.

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