Hausen im Wiesental Was Weihnachten ausmacht

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„Folge dem Stern, lasse dich führen, sehnsuchtsvoll, erwartungsvoll, lichtvoll“: Diese Worte aus dem Text „Sternstunden“, vorgetragen von Andrea Digeser von der evangelischen Kirchengemeinde Hausen, begleiteten an Heiligabend die recht zahlreich erschienenen Besucher bei der Premiere eines sogenannten ökumenischen Sternenwegs in Hausen.

Hausen (os). Laien aus der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde zeigten sich dabei kreativ, was die Vermittlung von weihnachtlichen Inhalten in Corona-Zeiten anging.

Im Vorfeld habe man sich, so erzählte Andrea Digeser, in einem ökumenisch besetzten Team mit Martin Kuhnert und ihr von der evangelischen Kirchengemeinde und Martina Leisinger, Svenja Metzger und Max Braun von der katholischen Pfarrei Gedanken gemacht, wie man am späten Nachmittag des Heiligabend zu einem coronakonformen Anlass einladen könnte. „Unter freiem Himmel innezuhalten und besinnlichen Beiträgen zu lauschen, geführt vom Stern als Sinnbild - das war bald die Idee“, so die evangelische Kirchengemeinderätin.

Sie begrüßte dann vor der evangelischen Kirche mit dem Text „Sternstunden“ viele Besuchende, vor allem Familien, die sich gerne mit biblischen Geschichten und Klängen auf das Weihnachtsfest einstimmen ließen. Für letzteres sorgten Svenja Metzger (Querflöte) und Max Braun, Mitglied des Posaunenchors Wiesental, an der Trompete mit diversen, zum Anlass passenden Weisen.

Eingestreut in diese Klänge waren Betrachtungen von Andrea Digeser über das, was Weihnachten ausmacht. Nicht nur Adventskranz, Weihnachtsbaum, Geschenke kaufen, Krippe aufbauen, Weihnachtslieder singen, nach dem Fest dann Geschenke umtauschen, Baum abbauen, sondern auch innezuhalten und sich zu besinnen, das mache diese Zeit aus. Allerdings habe die Pandemie auch diese Traditionen verändert, so die Kirchengemeinderätin.

Die knappe halbe Stunde der ersten Station des ökumenischen Sternenweges an der evangelischen Kirche umfasste auch Vorträge aus einer Fabel aus der Tierwelt. Zeitgleich hatten vor der katholischen Kirche Martina Leisinger und Martin Kuhnert Weihnachten aus weiteren Blickwinkeln betrachtet. Martin Kuhnert wählte dazu den Text „Ein goldener Rahmen“ von Gisela Baltes. Darin ist Weihnachten zum einen als idyllisches Bild mit Maria und Josef und dem neugeborenen Kind, Ochs und Esel, Engel und Hirten dargestellt, dann im Gegensatz dazu das Bild bitterer Armut: Das Paar ist obdachlos untergekommen in einer verfallenen Hütte, voller Sehnsucht nach Gemeinschaft, Liebe und einer hoffnungsvollen Zukunft. Mit wechselnden Bildern auf einer Staffelei wurden diese Weihnachtsgeschichten auf der Kirchentreppe illustriert.

Martina Leisinger ging ebenfalls auf die biblische Geschichte von der Geburt Jesu ein, auf die Hirten, die Engel, die in Bethlehem ein ganz besonderes Kind in der Krippe finden. Diese Texte begleiteten Scherenschnitt-Figuren, die Hirten, Engel und die heilige Familie darstellen.

Übrigens: Ganz dem Wunsch der Veranstalter entsprechend besuchten die meisten der Teilnehmenden beide Stationen auf dem Sternenweg und konnten so besinnliche Momente erleben, nachdenklich machende, aber doch hoffnungsvolle Impulse über das, was Weihnachten bedeuten kann, auch in schwierigen Zeiten wie den aktuellen, mit unter den Weihnachtsbaum nach Hause nehmen konnten.

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