Hausen im Wiesental Zum Endspurt noch mal richtig „Gas geben“

Wernfried Hübschmann ist neuer zweiter Vorsitzender.                                                                                                                                                        Foto: Hans-Jürgen Hege

Hausen (hjh). Irgendwie scheint’s, als wäre in Vereinen, Gruppierungen und Ortsverbänden die Zeit im Jahr 2020 und in den Anfängen des laufenden Jahres weitestgehend stehen geblieben. Kaum Aktivitäten hat es gegeben. Der Pandemie geschuldet blieben die Uhren einfach stehen. Nun kommen sie langsam aber sicher wieder auf Touren.

Auch bei den „Genossen“ im Hebeldorf, wo sich bei der Hauptversammlung für die Jahre 2019 und 2020 der aktuelle SPD-Bundestagskandidat Takis Mehmet Ali erstmals persönlich vorstellte und Harald Wetzels Team mehrmals dringend dazu aufforderte, in der letzten Woche vor den Wahlen „noch einmal richtig Gas“ zu geben, um auf der Siegerstraße zu bleiben, auf der sich seine Partei seit einigen Wochen zumindest nach den Umfrageergebnissen in jüngster Vergangenheit befinde.

Die Wahlkämpfer Hausens drücken ihm samt und sonders die Daumen. „Wir freuen uns, dich kennengelernt zu haben“, hieß es nach einem durchaus überzeugenden Auftritt des gebürtigen Rheinländers in der Runde, die sich zuvor noch in Erinnerung an laut Harald Wetzel „mehr als enttäuschend verlaufene Landtagswahlen“ mit dem Lecken schmerzlicher Wunden befasst hatten.

Die seien auch während des „schwierigen GroKo-Jahres im Bund“ bis vor zwei Monaten nicht richtig verheilt. Im Gegenteil. Es sind sogar noch einige hinzu gekommen, als die SPD im Dorf auch bei den Kommunalwahlen Einbußen hinnehmen musste, obwohl die der Landesregierung“ zuzuschreiben gewesen seien, weil diese kurz vor den Wahlen die Zahl möglicher Kandidaten auf den Wahlscheinen von 12 auf 24 erhöht hatte und die SPD Hausens keine Chance mehr gehabt habe, auf diese Änderung entsprechend zu reagieren, so Elmar Vogt.

Rückblick

Schriftführer Bernhard Greiner hatte zum Auftakt des Rückblicks auf die spärlichen Aktivitäten in den vergangenen zwei Jahren, die auch für ein Loch in der 2019 von Fritz Jäkel und im Jahr danach von seinem Sohn Christoph gehüteten Kasse gesorgt hatten, unter anderem an einen erfolgreichen Dreikönigshock und an die Beiträge der SPD zum Kinderferienprogramm in der Gemeinde erinnert. Und dann hatte er außer einigen Nominierungsversammlungen und Vorstandssitzungen, die teilweise online stattgefunden haben, nichts mehr viel auf dem Zettel.

Harald Wetzel blieb es vorbehalten, die Vorgänge am Ratstisch der Gemeinde, an denen natürlich auch die SPD-Fraktion ihren Anteil hatte, zu berichten und dabei vor allem die Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Verkehrsleitsystem sowie den Vorschlägen der SPD dazu, mit denen seine Fraktion ab und zu auch mal auf taube Ohren gestoßen war, zu erläutern.

Und Kreisrat Karl Argast beklagte in seinem Statement aus der Kreisstadt vor allem die Vorgänge und Diskussionen um den S 6-Haltepunkt beim neuen Kreisklinikum. Es sei geradezu ein schlechter „Treppenwitz“, dem vierspurigen Ausbau der B 317 den Vorzug zu geben vor der Installation des Haltepunktes, der um zehn Jahre in die Zukunft versetzt installiert werden soll.

„Nachhaltigkeit sieht völlig anders aus“, sagte Karl Argast und fordert zusammen mit prominenten Kreisratskollegen wie dem Rheinfelder Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, „mindestens einen provisorischen Haltepunkt in Betrieb zu nehmen, ohne dafür einen der vorhandenen zu streichen.“

Wahlen

Harald Wetzel (erster Vorsitzender) wurde bei den Vorstandswahlen ebenso einstimmig in seinem bisherigen Amt bestätigt wie Schriftführer Bernhard Greiner, Kassierer Christoph Jäkel und die Beisitzer Fritz Jäkel und Renate Oswald. Neu gewählt wurde Wernfried Hübschmann als zweiter Vorsitzender. Er sprang für Reinhard Seiberlich in die Bresche, der kürzlich seinen 80. Geburtstag gefeiert hat und ab sofort „nicht mehr dem Rat der Alten angehören“ wollte. Stefan Ehinger und Renate Oswald prüfen die Kasse. Renate Oswald und Harald Wetzel (ersatzweise Bernhard Greiner und Reinhard Seiberlich) werden außerdem die Orts-SPD als Kreisdelegierte in Lörrach vertreten.

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