Hochwasser Mehrere Einsätze wegen Dauerregen und starkem Sturm

Verena Wehrle
Der Spielplatz in Hausen steht unter Wasser. Foto: /Verena Wehrle

Umgestürzte Bäume und Hochwasser der Wiese hielten die Einsatzkräfte auf Trab. Sie bereiten sich bereits auf die nächste „Welle“ vor. Es gilt weiterhin eine Unwetterwarnung.

Wer in den Höhenlagen des Oberen Wiesentals wohnt, hatte vermutlich in der Nacht zu Dienstag einen nicht allzu ruhigen Schlaf: Schwere Sturmböen wüteten und ergiebiger Dauerregen ergoss sich. Das Unwetter sei glimpflich abgelaufen, so Thomas Batzel, Pressesprecher der Polizei. Dennoch hatten die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Straßenmeisterei einige Einsätze zu bewältigen.

Umgestürzte Bäume

Zwei Mal mussten umgestürzte Bäume von den Straßen entfernt werden, auf der L 140 zwischen Zell und Adelsberg als auch auf der L 149 zwischen Todtnau und Präg. Am Dienstagmorgen gab es wegen aufgestautem Erdreich auf der B 317 zwischen Todtnau und Feldberg einen weiteren Einsatz, so Batzel. Einen wesentlich aufwendigeren Einsatz beschreibt Kreisbrandmeister Uwe Häubner. Um 5:25 Uhr wurde die Feuerwehr Zell alarmiert, wegen Hochwasser am Campingplatz Mambach. Der Fluss Wiese war über das Ufer getreten. Über eine Stunde waren die Einsatzkräfte vor Ort.

In Mambach tritt die Wiese über das Ufer. /Verena Wehrle

Am Dienstagmorgen rückten sie dann erneut aus, um fünf Baumstämme aus einem Wehr in Zell zu entfernen, die zum Aufstauen des Flusses führten, so Häubner.

Ein typisches Bild bei solch einem Dauerregen: Der Spielplatz in Hausen stand – mal wieder – komplett unter Wasser. Und auch der Weg neben dem Fluss war dort aufgrund von Überschwemmungen abgesperrt. Und in Schönau staute sich das Wasser auf der Weide der Mühlmatt.

Die Mühlmatt in Schönau steht unter Wasser. /Verena Wehrle

Pegel steigt schnell an

Der Pegelstand der Wiese lag in Zell am Dienstagmorgen, um 5 Uhr bei 2,23 Meter. Dies entspreche dem zweijährigen Hochwasser, so Häubner. Das bedeutet: Es kommt statistisch gesehen alle zwei Jahre vor. Damit befinde man sich bei der ersten Hochwassergefahrenstufe. Ein Pegelstand ab 1,80 Meter bedeute hier Hochwasser.

In der Nacht auf Dienstag sei der Pegel pro Stunde um 40 Zentimeter angestiegen.

Der Pegel der Wiese ist aktuell hoch – hier ein Bild von Schönau am Klösterle. /Verena Wehrle

Weiterhin Warnstufe 3

Am Dienstag ebbte der Pegel zwar wieder ab. „Dennoch bereiten wir uns bereits auf die nächste Welle vor“, so Häubner. Immerhin hat der Deutsche Wetterdienst auch für die nächsten Tage Unwetterwarnungen der Stufe 3 ausgerufen. Damit werden beispielsweise in Todtnau weiterhin ergiebiger Dauerregen und Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 80 und 100 Km/h erwartet.

Die Wiese ist durch das Wasser, was von den Bergen herunterkommt, zu einem reißenden Fluss geworden – wie hier in Schönau. /Verena Wehrle

„Das Hochwasser betrifft hauptsächlich das Obere Wiesental, denn hier kommt das Wasser von den Bergen herunter und staut sich dort auf“, erklärt der Kreisbrandmeister.

Weitaus stärker betroffen war der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, wo zahlreiche Straßen wegen Überschwemmungen gesperrt wurden und sogar eine Stromleitung beschädigt wurde, was wiederum für Stromausfall sorgte.

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