Inzlingen 30 Jahre Reinger Immobilien und Hausverwaltung

Seit 30 Jahren ist Bernd Reinger im Immobilienbereich und mit Hausverwaltungen am Markt und hast sich einen guten Ruf in der Regio erworben.Foto: Manfred Herbertz Foto: Die Oberbadische

Inzlingen (mh). „Gewohnt werden muss immer“, sagt Bernd Reinger, der zum einen als Immobilienmakler tätig ist und zum anderen auch als Hausverwalter für Mietobjekte und Liegenschaften von Wohnungseigentümergemeinschaften agiert. Fast auf den Tag genau ist es 30 Jahre her, dass Bernd Reinger sich mit einem Immobilien-Maklerbüro und Hausverwaltung in Inzlingen selbständig gemacht hat. Zunächst im Betrieb seines Vaters und dann seit 2010 im Büro in der Riehenstraße 111 A.

Es war der 27. Oktober 1990, als Reinger vom Landratsamt seine Lizenz erhalten hatte und fort an als Makler tätig werden konnte. Zufälligerweise kam die Zulassung gerade zu seinem Geburtstag, so dass Reinger nun mit seinem Firmenjubiläum des 30-jährigen Bestehens auch seinen Geburtstag feiern konnte.

In dem kleinen, zweckmäßig eingerichteten Büro in der Riehenstraße 111 A geben lange Ordnerreihen Zeugnis davon, dass Reinger eine stattliche Zahl von Wohnungen verwaltet. Er muss nicht lange überlegen: „Es sind 35 Objekte mit insgesamt 450 Einheiten, die ich verwalte“, sagt der rührige Makler. Das ist ungefähr die Grenze dessen, was man als „Einzelkämpfer“ noch bewältigen kann. Unterstützung erhält Reinger im Büro von seiner Ehefrau Andrea, und auch seine 80-jährige Mutter ist ebenfalls noch mit im Büro tätig: Sie übernimmt gelegentlich den Telefondienst.

Reinger hat sein kleines Unternehmen auf mehreren Standbeinen aufgestellt. Da ist zum einem das Maklergeschäft. Hier geht es um die Vermittlung von Häusern und Wohnungen. Dabei hat er sich auf den Privatwohnungsmarkt spezialisiert. Das Angebot sei derzeit nicht gerade riesig, weiß der erfahrene Makler, der Markt ist umkämpft und die Objekte fallen einem nicht in den Schoß. Man müsse das Ohr am Markt haben und ihn genau beobachten.

„Die derzeitige Lage auf den Kapitalmarkt verlockt Anleger geradezu, in ,Betongold‘ zu investieren“, sagt der Makler. Man könne feststellen, dass die Immobilienpreise stagnieren. „Aber auf einem hohen Niveau“. Das sei keine Auswirkung der Corona-Pandemie, sondern eher dem an sich in der Regio schon recht hohen Preisgefüge geschuldet. Dennoch ist er überzeugt: „Schöne Objekte lassen sich noch immer gut verkaufen“. Wenn ihm ein Objekt interessant erscheint, kauft er es schon mal selbst, um das Objekt dann entweder wieder weiter zu veräußern oder zu vermieten.

Manchmal, so stellt er fest, gebe es auch überzogene Angebote auf dem Markt. Diese seien dann schon schwieriger zu verkaufen. Dennoch, so seine Aussage, bei einem reellen Preis sei eine Immobilie, egal ob Haus oder Wohnung, relativ schnell zu veräußern. Denn das Zinsniveau ist auf einem historischen Tief. Menschen scheuten sich, ihr Geld bei Banken anzulegen, zumal in manchen Fällen sogar schon Negativzinsen auf Bankeinlagen erhoben würden. Eine Immobilie habe dagegen immer schon eine gewisse Wertbeständigkeit gehabt. Sein Kundenkreis, so Reinger, erstrecke sich auf den Raum Lörrach und Weil am Rhein und reicht hinein bis ins Markgräflerland.

Ein weiteres Standbein des Maklers Reinger ist das Geschäft als Bauträger. Günstige und dazu bebaubare Grundstücke seien sehr rar, so der Unternehmer, so forciere er das Bauträgergeschäft derzeit nicht. Neben der Grundstücksproblematik sind es teure und ständig neue Bauauflagen sowie die übervollen Auftragsbücher und die damit verbundene großes Auslastung des Handwerks, die es einem Bauträger nicht einfach machten, tätig zu werden. Dies gelte zudem – und fast in noch stärkerem Maße – für den sozialen Wohnungsbau, der allgemein in unserer Regio wenig intensiv vorangetrieben werde.

Nachdem vor fünf Jahren den Maklern „von Seiten des Gesetzgebers quasi ein halbseitiges Berufsverbot erteilt wurde“, stellt Bernd Reinger nun interessanterweise fest, dass in jüngster Zeit wieder verstärkt Vermieter ihre freien Wohnungen über einen Makler anbieten wollen. Die Vermietungsdienstleistung der Makler war nach der Einführung des Gesetzes nahezu zum Erliegen gekommen, weil sich Wohnungseigentümer scheuten, die anfallenden Maklergebühren für einen Vermittlung übernehmen zu müssen. Das ändere sich gerade, denn vermehrt nehmen Wohnungsvermieter wieder die Dienste eines Maklers in Anspruch, um ihre freien Wohnungen zu vermieten, sagt der Makler, der vermutet, dass Vermieter sich den Aufwand, selbst Mieter zu suchen, auszuwählen und Verträge zu fertigen, sparen wollten oder schlicht die Befürchtungen hegten, sich möglicherweise einen unpassenden Mieter in die Wohnung zu holen. Da Reinger zudem in der Hausverwaltung tätig ist, kann er so in vermieteten Häusern die Zusammensetzung der Hausgemeinschaft im Sinn aller Beteiligten steuern. Für den Hausverwalter und Makler stellt dies eine Win-Win-Situation für Mieter wie auch Eigentümer dar.

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