Inzlingen Besondere Beziehung zwischen Betrachter und Werk

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Max Meinrad Geiger, hier mit Georges Bornschlegl, inmitten seines Kunst-Refugiums.                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Foto: Heinz Vollmar

Inzlingen (mv). Kunstwerke als solche zu erkennen, sie zu verstehen, sie zu interpretieren und mit ihnen in Dialog zu treten, ist nicht immer ganz einfach und bedarf der vorurteilsfreien Bereitschaft, auf sie zuzugehen.

Eine Möglichkeit, Kunst neu verstehen zu lernen und diese auf sich wirken zu lassen, bietet in diesen Tagen die Ausstellung „Kunst in Inzlingen: zwei Ateliers, drei Künstler“ mit den Künstlern Max Meinrad Geiger, Eloisa Florido Navarro und Georges Bornschlegl.

Ästhetisches Empfinden

Mit ihren Werken, die sich in zwei Ateliers in der Sonnhalde 1 und in der Pfarrgasse 2 den Besuchern präsentieren, fügen sie auch in Bezug auf die Kunstinterpretation und das ästhetische Empfinden bei der Betrachtung der Kunstwerke ein weiteres Kapitel hinzu.

Dass dieses ausschließlich auf der Beziehung zwischen dem Betrachter und dem Kunstwerk selbst beruhe, hatte einst auch der englische Kunstkritiker J.J. de Lucio-Meyer in seinem Werk „Visuelle Ästhetik „beschrieben.

Entsprechende Wahrnehmungen konnten die Kunstinteressierten bei der Vernissage zur Ausstellung am Samstag machen.

Im Rund des Kunstraumes Sonnhalde 1, im Atelier von Max Meinrad Geiger, gaben sich Bilder in Mischtechnik und mystisch anmutende Skulpturen der spanischen Künstlerin Eloisa Florido Navarro genauso ein künstlerisches Stelldichein wie die unterschiedlichsten Werke von Max Meinrad Geiger. Dazu zählten nicht nur die für ihn typischen Tulpenbilder, die er als Zeichnung, als ausgestanzte Objekte oder als bearbeitete Fotografien bearbeitete, sondern auch eine Vielzahl an Installationen, die das breite Schaffen des Inzlinger Künstlers sehr eindrücklich unter Beweis stellten. So auch Werke, welche die Auseinandersetzung des Künstlers mit der Vergänglichkeit zeigen, sowie sein künstlerisches Refugium. Dieses versteht er als Schutzraum für die Kunst mit dem er in Dialog tritt und das einer sich stets verändernden Metamorphose zu unterliegen scheint.

Die Eisenplastiken von Georges Bornschlegl waren indes bei der Vernissage im Atelier 1 in der Sonnhalde nicht zu sehen. Er lud vielmehr in sein Atelier in der Pfarrgasse 2 ein, wo er dem Publikum während der Ausstellung eine Vielzahl seiner Arbeiten zeigt. Die spanische Künstlerin Eloisa Florido Navarro konnte bei der Vernissage aus persönlichen Gründen nicht anwesend sein, ihre Werke sind aber dennoch im Atelier 1 in der Sonnhalde 1 in Inzlingen zu sehen.

Spiel der Interpretation

Das „Spiel mit der Interpretation“ der unterschiedlichen Stilrichtungen der Kunstwerke der drei beteiligten Kunstschaffenden offenbart sich dem Publikum noch bis zum 23. Oktober. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage vom Inzlinger Oboisten Johannes Knoll.

Die Finissage findet am 23. Oktober um 11 Uhr statt. Begleitet wird die Finissage von einer Lesung des Inzlinger Schriftstellers Armin Zwerger.

u Geöffnet ist die Ausstellung an folgenden Tagen: Samstag, 15. Oktober, von 14 bis 18 Uhr, Sonntag, 16. Oktober, von 11 bis 18 Uhr, Samstag, 22. Oktober, von 14 bis 18 Uhr, Sonntag, 23. Oktober, von 11 bis 18 Uhr.

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