Inzlingen Das Elend etwas abmildern

Dank der Spenden aus Inzlingen, wie auch auf dem Material zu lesen ist, kann zum Beispiel die Gesundheitsstation Dhola (Distrikt Dhading), unterstützt werden. Das Foto entstand im vergangenen Dezember. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Gerade auch in Coronazeiten versucht der Verein „Nepal-Inzlingen“ Menschen in Not zu unterstützen und nachhaltige Entwicklungsprojekte in dem Himalajastaat zu fördern. Das geht jedoch nicht ohne Spenden, wie Vorsitzender Klaus Bender mitteilt. Der Inzlinger berichtet von einer „sich dramatisch verschlechternden Situation“ in Nepal und appelliert an die Spendenbereitschaft seiner Mitbürger.

Inzlingen (ov/tn). Nach einer vorübergehenden Lockerung der coronabedingten Einschränkungen und danach steigenden Infektionszahlen sei ein erneuter Lockdown angeordnet worden. „Alle Schulen und Kindergärten wurden geschlossen, so auch der von uns unterstützte Kindergarten in Khokana in der Nähe von Kathmandu“, berichtet Bender. Eine Folge ist ihm zufolge – neben fehlender Betreuung –, dass die Kleinkinder der sehr bedürftigen Familien nicht mehr im Kindergarten mit gesundem Essen versorgt würden. Falls der Lockdown länger anhalte, werde das Kindergartenpersonal Lebensmittel an die bedürftigen Familien verteilen – wie schon während der ersten Coronakrise.

Kindergartenneubau vorläufig gestoppt

Auch im Gebiet der Kommune Netrawati Dabjong (Distrikt Dhading) engagiert sich der Inzlinger Verein. Er fördert dort den Bau eines neuen Kindergartens. Der nepalesische Partner des Inzlinger Vereins, die „Integrated Community Development Campaign“ (ICDC) in Dhading, habe die bereits fortgeschrittenen Bauaktivitäten aber aufgrund der Pandemie unterbrechen müssen. Lediglich Notfallaktivitäten seien noch erlaubt, weiß Bender zu berichten.

Der neue Kindergarten soll den beiden von Dalits (unterste Gruppe der hinduistischen Gesellschaft) bewohnten Dörfer, Khajuriswyuara und Damaichhap, zugute kommen. Dort sollen einmal Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren unterrichtet und betreut werden. „Diese Kinder haben bisher keinen Zugang zu einer kindgerechten Bildung und Erziehung“, teilt Klaus Bender mit.

Die 67 Haushalte der beiden Dörfer gehören ihm zufolge zu den bedürftigsten Haushalten ohne regelmäßige Einkünfte. Bender: „Den Siedlungen fehlen eine gute Trinkwasserversorgung, eine elementare Gesundheitsversorgung, und die Bewohner haben keinen Zugang zu irgendwelchen Bildungseinrichtungen.“

Die Dörfer sind außerdem sehr abgelegen und zu Fuß mehrere Stunden von den Verwaltungsbüros entfernt. Sandpisten sind selbst für Allradgeländefahrzeuge eine Herausforderung. „Davon konnten wir uns während eines Besuches Ende 2019 selbst überzeugen“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Die meisten der Dorfbewohner betreiben Landwirtschaft. Wegen der kleinen Anbauflächen und der klimatischen Bedingungen (Monsun) reichen die landwirtschaftlichen Erträge trotz der Anstrengungen lediglich für vier bis sechs Monate pro Jahr.  „Die kleinen Kinder spielen im Schmutz, ohne Zugang zu Erziehung und Bildung.  Und die Eltern der Kinder haben wegen ihrer eigenen, fehlenden Schulbildung keine Möglichkeit, ihre Kinder anzuleiten.  Wir hoffen, dass dieses Kindergarten-Projekt dazu beiträgt, die Lebensverhältnisse der sehr bedürftigen Bewohner in Khajuriswyuara und Damaichhap nachhaltig zu verbessern und den Kreislauf der Armut mittels elementarer Bildung zu durchbrechen“, sagt Klaus Bender.

Auch wenn Europa aufgrund der Pandemie selbst in Bedrängnis sei, dürfe man die Not andernorts nicht aus den Augen verlieren. Solidarität sei gerade jetzt besonders wichtig, wirbt Klaus Bender im Namen des Vereins „Nepal-Inzlingen“ um Spenden.

Weitere Informationen: Vereinskonto: Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, IBAN: DE34 6835 0048 0001 0867 43, BIC: SKLODE66XXX. Spendenzweck: Soforthilfe“ oder „Projektarbeit“. https://nepalinzlingen.org

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